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Stadt Wolfsburg Wegen der Sommerhitze: Hunderte Buchen im Hohnstedter Holz müssen gefällt werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wegen der Sommerhitze: Hunderte Buchen im Hohnstedter Holz müssen gefällt werden
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07:52 28.10.2019
Hohnstedter Holz: Die Niedersächsischen Landesforsten lassen Buchen fällen. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Buchen sterben in ganz Niedersachsen – leider. Doch so viele wie im Hohnstedter Holz sind es nirgendwo. Die beiden letzten Sommer waren zu heiß und es hat zu wenig geregnet - das macht die Bäume krank und im schlimmsten Fall sterben sie. Die Landesforsten reagieren und lassen die kranken Buchen fällen. Anfang Oktober ging es im Hohnstedter Holz los, einiges ist schon geschafft, „Ende des Jahres wollen wir fertig sein“, erklärt Dennis Glanz, stellvertretender Unternehmenssprecher der Niedersächsischen Landesforsten.

Buchen werden gefällt: Bis zu 6000 Kubikmeter Holz

Mit manuellen Motorsägen aber auch mit schwerem Gerät werden hunderte Bäume gefällt, rund 5000 bis 6000 Kubikmeter Holz kommen dabei wohl zusammen. Während der Arbeiten sind die Bereiche mit Flatterband abgesperrt. Aus Sicherheitsgründen, unterstreicht Dennis Glanz. An Wochenenden wird nicht gearbeitet, dann sind die Absperrungen aufgehoben und Spaziergänge im Hohnstedter Holz uneingeschränkt möglich.

Baumfällarbeiten im Bild – viel Spaß beim Durchklicken:

Hunderte Buchen müssen gefällt werden

Das 280 Hektar große Hohnstedter Holz gehört zu den ökologisch wertvollsten Wäldern in Niedersachsen. Das liege vor allem am vielfältigen Laubbaumbestand – über 200 Jahre alte Rotbuchen und Eichen stehen dort. Eichen können ganz gut mit Trockenheit umgehen, Buchen leider nicht. Gerade sie hatten unter dem heißen Sommer 2018 arg gelitten. Der letzte Sommer war zwar nicht ganz so heiß, aber es fiel zu wenig Regen.

Anfällig für Pilze und andere Krankheiten

Die Buchen werden krank, sind anfällig für Pilze und andere Krankheiten und sterben Die einzige Möglichkeit ist, sie zu fällen. Das müssen die Landesforsten im Hohnstedter Holz nun reichlich machen. Einiges ist schon erledigt. Das ist an den Wegen zu sehen: Dort stapelt sich das Holz für den Verkauf. Aber nicht von allen gefällten Bäumen lasse sich das Holz verkaufen, nur bei rund 60 Prozent sei das möglich, da stimme die Qualität. Der Rest ist zu schadhaft, die Fäulnis zu weit vorangeschritten.

Lebensraum für Waldtiere

Dieses Holz transportieren die Mitarbeiter der Landesforsten gar nicht aus dem Wald. „Der Zerfallprozess ist so weit fortgeschritten, dass wir es im Wald lassen. Dort kann es sich zersetzen“, erklärt Dennis Glanz. Es ist natürliches Totholz, das Lebensraum, aber auch Futter für Insekten und andere Waldtiere bietet. Mit dem Verkauf des „guten“ Holzes finanzieren die Landesforsten die Baumfällarbeiten.

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