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Stadt Wolfsburg Hohe Mieten sind das Thema beim Erwerbslosen-Frühstück
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hohe Mieten sind das Thema beim Erwerbslosen-Frühstück
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17:09 07.05.2019
Bezahlbarer Wohnraum ist das Thema: Der IG-Metall-Arbeitskreis „Arbeitslos – nicht wehrlos“ lädt wieder zum Erwerbslosen-Frühstück ins Gewerkschaftshaus ein. Quelle: Sebastian Bisch
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Stadtmitte

Wohnungen mit bezahlbaren Mieten zu finden, ist nicht einfach in Wolfsburg. Für viele Normalverdiener nicht, vor allem aber nicht für Arbeitslose und Hartz-IV-Empfänger. Deshalb greift der IG-Metall-Arbeitskreis „Arbeitslos – nicht wehrlos“ dieses Thema am Samstag, 18. Mai, von 9.30 bis 12 Uhr beim diesjährigen Erwerbslosen-Frühstück im Gewerkschaftshaus auf. Der Eintritt ist frei.

Rat von Fachleuten

Seit 2011 findet die Veranstaltung dort statt, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Neben einem kostenlosen Frühstück, das ehrenamtliche Arbeitskreis-Mitglieder zubereiten, können sich Besucher informieren und Rat von Fachleuten holen. „40 bis 50 Teilnehmer kommen jedes Mal“, sagt Arbeitskreis-Sprecher Michael Melcher. Die Hälfte davon sind regelmäßige Besucher. Nicht nur Arbeitslose kommen, „es sind auch viele Erwerbstätige und Rentner darunter“, so der stellvertretende Sprecher Dieter Pfeiffer. Grund dafür seien schlecht bezahlte Jobs und Altersarmut.

Bezahlbares Wohnen bleibt Thema

Das Thema Wohnen war schon im vergangenen Frühjahr Thema beim Erwerbslosen-Frühstück. „Es wird uns noch künftig begleiten“, ist Melcher überzeugt. Denn auch in Wolfsburg seien die Mieten sehr hoch. „Eigentlich sollte man nur 30 Prozent des Einkommens für Miete ausgeben“, erklärt Pfeiffer. In Wolfsburg gebe aber jeder vierte Haushalt mehr als 30 Prozent seines Verdienstes fürs Wohnen aus. Ein Grund dafür seien die starken Mieterhöhungen: von 2006 bis 2016 seien die Mieten in der VW-Stadt um satte 35 Prozent angestiegen.

Negative Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt

Diese Entwicklung sei schon für Normalverdiener schlimm, noch schlimmer sei sie für Hartz-IV-Empfänger. „Die geltenden Regelsätze reichen einfach nicht aus“, sagt Melcher. Sie müssten angepasst werden. „Wir machen uns dafür stark, dass sich etwas ändert“, so Melcher. Mit Aktionen in Wolfsburg, aber auch überregional. „Wir betreiben Lobbyarbeit, bringen das Thema an den Mann und die Frau“, erklärt der Arbeitskreis-Vorsitzende.

Von Sylvia Telge