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Stadt Wolfsburg Hochburgen der Parteien in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hochburgen der Parteien in Wolfsburg
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20:00 27.05.2019
Europawahl, Rathaus, Bürgerhalle, Präsentation der Wahlergebnisse, Parteien, Britta Schulze; Wolfsburg Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Wo sind die Hochburgen der Parteien – und wo hatten sie bei der Europawahl keine Chance? Die WAZ hat sich durch die Ergebnislisten der Stadt gescrollt und dabei einige erwartbare und einige überraschende Ergebnisse entdeckt.

Warmenau tröstet Angelika Jahns (CDU)

CDU Kreisvorsitzende Angelika Jahns hat Sorgenfalten auf der Stirn. Denn obwohl die Schwarzen wie schon 2014 die stärkste Partei in Wolfsburg sind und – anders als die SPD – nur in der Stadtmitte weniger als 20 Prozent aller Stimmen erhielten, gab es doch überall weniger Stimmen als sonst. „Insgesamt kann man es nicht beschönigen“, resümierte Jahns. Besonders bitter für die Politikerin war der Verlust von 19,2 Prozent an Wählern in ihrem eigenen Ortsratsbereich: in Brackstedt. Jetzt will sie sich anschauen, ob das nur an den „neuen“ Wählern durch die zahlreichen Zuzügler liegt oder an der steigenden Unzufriedenheit über Entscheidungen auf Bundesebene bei früheren CDU-Stammwählern. Ein kleiner Trost: Ihr Heimatort Warmenau lieferte mit 35,4 Prozent wie gewohnt das CDU-Spitzenergebnis. 2014 waren es hier allerdings noch 46,8 Prozent.

SPD auf dem Weg zur Rentnerpartei?

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Bachmann musste schlucken: Die größten Verluste gab es für seine Partei auf dem Hageberg (-19,6 Prozent), dann folgte gleich sein Heimatort Barnstorf, wo im Vergleich zur letzten Europawahl 17,8 Prozent der SPD-Wähler abwanderten. Zwar können sich Wolfsburgs Sozialdemokraten mit Blick auf den Bundesschnitt von knapp über 15 Prozent noch glücklich schätzen, doch kamen sie auch in Wolfsburg in sechs Stadt- und Ortsteilen nicht mehr über die 20-Prozent-Grenze. Am schlimmsten war es in Rothenfelde (16,8 Prozent). Fast in Ordnung ist die rote Welt mit 36,3 Prozent nur noch in Kästorf und in der Teichbreite (30,5 Prozent). Beide Bereiche lagen 2014 aber noch bei mehr als 40 Prozent. Oberbürgermeister Klaus Mohrs fürchtet, die SPD sei auf dem Wege, von einer jungen zu einer Rentnerpartei zu werden, die bei Neubürgern nicht mehr punktet. Er will sich alle Gewinn- und Verlustrechnungen daraufhin noch einmal anschauen.

Selbst schwache Ergebnisse der Grünen sind ein Erfolg

Die Grünen-Hochburgen liegen auf dem Steimker Berg (28,6 Prozent) und dem Köhlerberg (25,6 Prozent). Mehr als 20 Prozent aller Wähler hatten die Grünen zudem in Brackstedt, Mörse, Rabenberg, Schillerteich und Sülfeld. Die niedrigsten Ergebnisse gab es in Kästorf (11,2 Prozent) und in Westhagen (12,6 Prozent). Aber: Gerade dort sah es bei der letzten Europawahl auch ganz düster aus – und der Wähleranteil hat sich im Vergleich zu 2014 jetzt mehr als verdoppelt.

AfD und Linke

Westhagen hat sich von einer Hochburg der Partei „Die Linke“ in eine der AfD verwandelt. 2014 holte Die Linke hier noch 11,2 Prozent und bei der letzten Kommunalwahl 2016 sogar 13,2. Diesmal waren es nur 6,6 – schlechter als im Eichelkamp (7,4 Prozent). Die AfD hatte 2014 erstmals an der Europawahl teilgenommen und konnte damals vor allem in Neindorf, Neuhaus und Reislingen punkten. Inzwischen liegt Westhagen vorn: Schon bei der Kommunalwahl 2016 wählten hier 20,5 Prozent die AfD, bei der Europawahl waren es jetzt 19,5 Prozent. Es folgen Brackstedt (15,2 Prozent) und Eichelkamp (13,2 Prozent). Deutlich über dem Bundesschnitt von 11 Prozent lag das AfD-Ergebnis zudem in Reislingen und Rothenfelde, im Hellwinkel, auf dem Laagberg und in der Tiergartenbreite. Den kleinsten Wähleranteil gab’s auf dem Steimker Berg (6,2 Prozent).

FDP verdoppelt ihr Ergebnis

Die FDP freut sich. „Wir konnten unser Ergebnis verdoppeln“, sagt Kristin Krumm. Magere 2,3 Prozent gab es 2014 insgesamt für ihre Partei – das toppte diesmal sogar das schwächste Ergebnis aus Almke (2,4). Die meisten und treuesten FDP-Wähler wohnen offenbar in Neuhaus (Steigerung von 5 Prozent auf jetzt 8,5 Prozent), das zweithöchste Ergebnis erzielten die Liberalen in Brackstedt (7,3 Prozent).

Viele Spaßvögel in Demterode

Die Satire-Partei „Die Partei“ bekam übrigens nur in Almke keine einzige Stimme. Die meisten politischen Spaßvögel gibt es offenbar in Detmerode (57 Stimmen). Prozentual liegen die Hochburgen der Partei in der Stadtmitte (5,1 Prozent) und Rothenfelde (4,2 Prozent).

Von Andrea Müller-Kudelka

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