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Stadt Wolfsburg Hitzeopfer: Mit dem Hitzschlag in die Notaufnahme
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hitzeopfer: Mit dem Hitzschlag in die Notaufnahme
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10:34 11.07.2019
Notaufnahme: Hier kann man nach einem Hitzschlag landen. Quelle: HAZ
Wolfsburg/Gifhorn

Der Körper erhöht die Herzfrequenz, um mit dem Blut Wärme abzutransportieren, und er schwitzt, um Verdunstungskälte zu erzeugen. So erläutert Dr. Stefan Sudmann, Chefarzt für Notfall- und Akutmedizin am Helios Klinikum in Gifhorn, die Reaktion des menschlichen Körpers auf extreme Hitze.

„Aber gerade die Kombination aus erhöhter Herzfrequenz und Flüssigkeitsverlust bereitet vielen Menschen Probleme und kann bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen führen.“ Folge: Allein in der ersten Hitzewelle des Sommers haben etwa ein Dutzend Patienten die Notaufnahme aufgesucht.

Umfrage: Was für ein Hitzetyp sind sie?

Alarmsignale sind laut Sudmann: „Trockene Schleimhäute, stehende Hautfalten und reduzierte Schweißproduktion (trockene Achselhöhlen). Das Spektrum der Symptome reicht von Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Verstopfung, Teilnahmslosigkeit und Kreislaufproblemen bis hin zu Krampfanfällen, Verwirrtheit und akutem Nierenversagen.“

Sowohl Sudmann als auch Prof. Dr. Nils Homann, Chefarzt der Klinik für Magen-Darm-Erkrankungen im Klinikum Wolfsburg, empfehlen dringend, die Mittagshitze zu meiden, Schatten aufzusuchen und vor allem viel zu trinken. Dabei sei an Zucker, Salz und Mineralstoffe zu denken, weil durch das Schwitzen Elektrolyte verloren gehen. Beide Mediziner empfehlen Apfelsaftschorlen. Sport sei zwar gut für die Gesundheit, sollte aber morgens oder abends stattfinden.

Homann bittet auch, auf Menschen im eigenen Umfeld zu achten „wie Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere Personen mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen oder an Demenz Erkrankte, die eventuell nicht die Tipps beherzigen können“.

Die Kliniken reagieren auch in den eigenen Räumen, so Sudmann. „Im Helios Klinikum Gifhorn befinden sich auf allen Ebenen Trinkwasserspender, an denen sich Patienten, Besucher und Mitarbeiter jederzeit und unbegrenzt bedienen können.“ Einige Teilbereiche des Klinikums seien mit Klimaanlagen, Deckenkühlung oder einer speziellen Fußbodenkühlung ausgestattet.

Die restlichen Räume des Gebäudes belüfte eine spezielle Verdunstungskühlung. „Dadurch kann die Raumtemperatur um bis zu acht Grad Celsius im Haus verringert werden, wenn alle Fenster geschlossen bleiben.“

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