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Stadt Wolfsburg Heiligabend für Alleinstehende: 105 Gäste genießen Festmahl und Gesellschaft
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20:32 25.12.2019
Alleinstehend, aber nicht allein: Über 100 Gäste feierten zusammen Heiligabend im Saal der Christuskirche. Quelle: Tim Schulze
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Wolfsburg

Weihnachten ist das Fest der Familie: Doch was tun, wenn man diese nicht mehr hat oder sie zu weit weg wohnt? Dann bietet sich in Wolfsburg an Heiligabend die Weihnachtsfeier für Alleinstehende der Stadtkirchengemeinde an. Das dieses Angebot seine Berechtigung hat, zeigte die Geschichte: Seit mittlerweile 58 Jahren findet die Veranstaltung statt und erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Rund 100 Menschen aus Wolfsburg und Umgebung fanden den Weg in den Saal der Christuskirche und genossen dort nicht nur ein festliches Mahl sondern vor allem die Gesellschaft von Menschen, denen es genauso geht wie ihnen selbst.

„Wie eine große Familie“

Ermöglicht werden diese fröhlichen Stunden von einem großen Team an freiwilligen Helfern rund um die Organisatorin und Diakonin Hiltrud Fellner. Viele Helfer sind – genauso wie auch viele Gäste – schon seit Jahren dabei. „Wir sind schon so etwas wie eine große Familie geworden“, sagt etwa Helferin Christine Möws. „Ich wollte etwas Gutes tun und hatte Heiligabend Zeit, da habe ich einfach mitgemacht“, berichtet sie von ihrem ersten Einsatz, der nun schon einige Jahre zurückliegt. Letztlich blieb sie dabei und brachte auch an diesem Heiligabend wieder Ente, Rinderroulade, Klöße, Rotkohl, Sauce und Getränke an die Tische der Gäste.

Über 100 Gäste genossen im Saal der Christuskirche Festmahl, Atmosphäre und Gesellschaft.

Kaum noch wegzudenken ist auch Alexander Gehlert. Das erste Mal wirkte er beim Heiligabend für Alleinstehende vor gut 20 Jahren mit. „Damals habe ich meinen Zivildienst in der Kirchengemeinde gemacht“, erinnert er sich. An der Veranstaltung fasziniert ihn vor allem die Zusammenkunft so vieler verschiedener Menschen. „Von der feinen älteren Dame bis zum Obdachlosen kommt hier alles zusammen.“

Den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern

Den ersten Schritt auf dem Weg zum Dauerhelfer haben Marian Ciambella und Silke Jordan gemacht. Ciambella war 2018 zum ersten Mal dabei. „Ich hatte letztes Jahr einfach gefragt, ob ich mithelfen kann“, erzählt er. „Es ist einfach ein schönes Gefühl, hier dabei zu sein.“ Das findet auch seine Freundin Silke Jordan. Sie hat einen ganz persönlichen Grund für ihr Engagement. „Ich habe so viele schöne Weihnachtsfeste mit meiner Familie verbracht. Die gibt es nun leider nicht mehr. Da möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse gerne mit anderen Menschen teilen“, sagt sie mit einem warmen Lächeln im Gesicht. Und genau dieses auch in die Gesichter der Gäste zu zaubern, sei ihr Ziel. „Das ist doch der Sinn von Weihnachten“, sagt sie.

Goldene Henne-Team verteilt Geschenke

Wenn man sich an diesem Abend im Rund der Besucher umschaute, war schnell klar: Das Ziel ist erfüllt. Dafür sorgte auch die Geschenkaktion des Hotel und Restaurant Goldene Henne. Das Hotel ist schon seit 16 Jahren für das Festmahl verantwortlich, das von den Sponsoren der Stadt Wolfsburg, der Sparkasse, der Schnellecke-Stiftung und der Wob AG gestiftet wird. Zum zweiten Mal hatten sich Myrjam Saliovski und ihr Team von der Goldenen Henne eine Zugabe einfallen lassen: Alle Wolfsburger konnten dort Geschenke für die Gäste der Veranstaltung abgeben. So kamen 300 Päckchen zusammen, die vom Team am Heiligabend verteilt wurden. „Das macht uns eine Riesenfreude“, sagte Saliovski. Den Empfängern ging es ebenso.

Von Steffen Schmidt

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