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Stadt Wolfsburg Marlies Ottimofiore bekommt das Bundesverdienstkreuz
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Marlies Ottimofiore bekommt das Bundesverdienstkreuz
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09:00 18.01.2020
„Ich bin überwältigt“: Marlies Ottimofiore erhält des Bundesverdienstkreuz. Quelle: Roland Hermstein
Hehlingen

Als Marlies Elisabeth Ottimofiore (67) im vergangenen Herbst den Brief der Niedersächsischen Staatskanzlei bekam, hielt sie ihn für Werbung. „Was ist denn das schon wieder?, habe ich nur gedacht“, erzählt die Wolfsburgerin lachend. Werbung war’s nicht, sondern die Mitteilung, dass die Hehlingerin mit dem Verdienstorden ausgezeichnet wird.

1987 bis 2017 Mitarbeiterin der Italienischen Konsularagentur

Marlies Ottimofiore war von 1987 bis 2017 Mitarbeiterin der Kulturabteilung der Italienischen Konsularagentur in Wolfsburg. „Durch ihr umfangreiches Engagement trug sie im hohen Maße dazu bei, die deutsch-italienische Freundschaft in Wolfsburg auf institutioneller und persönlicher Ebene zu festigen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Wolfsburg. Oberbürgermeister Klaus Mohrs zeichnet sie am Dienstag, 21. Januar, um 16 Uhr im Ratssaal aus.

Die 67-Jährige ist überwältigt: „Das haut mich echt vom Hocker. Es ist natürlich eine wunderbare Anerkennung. Aber sie gilt bitte nicht nur mir, sondern auch allen Kollegen, mit denen ich den vergangenen Jahren zusammengearbeitet habe“, betont sie.

Liebe zu Italien kommt auch durch Ehemann Salvatore

Die Liebe zu Italien kommt natürlich nicht von ungefähr. Ihr Ehemann Salvatore – die Ottimofiores sind seit 44 Jahren verheiratet – hat einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag dazu geleistet. Aber auch ihre drei Jahre ältere Schwester trug dazu bei. Sie lernte mit 14 Jahren ihren ersten Freund kennen – einen Italiener. „Das sorgte 1963 natürlich für Riesenwirbel in einem kleinen Dorf. Beide haben übrigens gerade goldene Hochzeit gefeiert.“ Schnell lernte die Schwester Italienisch, „ich war neugierig und lernte auch mit“, erinnert sich Marlies Ottimofiore. Und als sie dann in einer Diskothek ihren Mann Salvatore aus Sizilien kennenlernte, war die Liebe zu Italien, der Kultur und den Menschen geboren.

Integration war wichtiger Bestandteil der Arbeit

Als Mitarbeiterin der Konsularagentur hat sie viel mit Menschen zu tun gehabt, viel erlebt, viel gesehen und ganz aktiv einen Beitrag zur Integration der italienischen Gastarbeiter beigetragen. „Man kann wirklich sagen: Wolfsburg hat ,seine’ Italiener vorbildlich integriert. Ich wünsche mir, dass alle anderen Nationen, die in dieser Stadt ein neues Zuhause gefunden haben, den gleichen Weg gehen.“

Sie selbst leistet natürlich aktiv einen Beitrag dazu – die 67-Jährige lernt gerade arabisch und in der Hehlinger Grundschule ist sie als Leselernhilfe im Einsatz. Und nach der Verleihung des Verdienstordens geht’s im Prinzip direkt zum Flughafen: Sie besucht mit ihrem Mann ihren Sohn Martino, die Schwiegertochter und die beiden Enkelkinder im afrikanischen Ghana – eine internationale Familie eben...

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