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Stadt Wolfsburg Hatschi! Mit Omas Hausmitteln durch die Erkältungszeit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hatschi! Mit Omas Hausmitteln durch die Erkältungszeit
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07:31 19.10.2019
Hausmittel gegen Erkältungen sind seit vielen Jahren im Einsatz. In nahezu jeder Familie gibt es eine Wunderwaffe, die garantiert hilft. Quelle: Archiv
Peine/Wolfsburg/Gifhorn

Kaum kommt der Herbst mit seinem wechselhaften Wetter daher, niest und schnupft es an allen Ecken. Doch was hilft bei einer Erkältung wirklich, wenn man auf Präparate aus der Apotheke verzichten möchte? Die Peinerin Marina Heiden, Model und Unternehmerin, schwört auf alte Hausmittel. Ihre Geheimwaffen: Ingwer und frische Luft.

In den Zeiten, in denen die typischen Hausmittel Anwendung fanden, ging man nicht wegen jedem Schnupfen gleich zum Arzt. Zum einen hatte man nicht immer einen Arzt am Ort, zum anderen kostete das zu viel Geld. Da griff man lieber auf Hausmittel zurück. In wohl jeder Familie gibt so ein über Generationen hinweg überliefertes Wundermittel, das garantiert hilft. Oft sind es Heilpflanzen, die als Tee, Salbe, Tinktur oder Badezusatz verwendet werden.

Frau eines Gemüsehändlers plaudert aus dem Nähkästchen

Best Ager Model Marina Heiden hat da ihre ganz eigenen Erfahrungen. „Mein Mann ist Obst- und Gemüsehändler und in unseren gemeinsamen 35 Jahren habe ich viel über die Naturprodukte gelernt und wende Hausmittel bei allen Erkrankungen an“, sagt sie.

„Ich habe immer etwas Ingwer in meiner Handtasche dabei.“

Wird Heiden von einer Erkältung heimgesucht, schwört sie auf Ingwer. „Ich habe immer etwas Ingwer in meiner Handtasche dabei“, sagt sie und kramt die in Alufolie eingepackte Knolle heraus. Denn nicht nur bei einer akuten Erkältung wirke die Wurzel wahre Wunder. „Ich trinke jeden Tag Ingwertee mit Zitrone, bei einer Erkältung dann richtig schön heiß“, erläutert die Inhaberin einer Boutique. Der helfe im übrigen – vermischt mit Honig – auch bei Magenproblemen. Halsschmerzen bekämpft Heiden mit klein geschnittenen Zwiebeln und Zucker. „Eigentlich soll man nur den Sud trinken, ich löffel aber gerne die in Zucker eingelegten Zwiebeln. Und es hilft wunderbar.“ Bei Ohrenschmerzen kommt eine aufgeschnittene Zwiebel zum Einsatz die, in ein warmes Baumwolltuch gewickelt, auf das Ohr gelegt wird. Gegen eine verstopfte Nase wird bei Heiden inhaliert. „Ich bringe mir immer Eukalyptusöl aus Thailand mit. Ein paar Tropfen in heißes Wasser, Tuch über den Kopf, den Kopf über den dampfenden Topf halten und tief einatmen“, rät sie.

Selbstgemachter Tee aus dem eigenen Kräutergarten

Neben Ingwer setzt sich Heiden verschiedene Tees auf. „Dafür habe ich extra einen Kräutergarten angelegt.“, Salbei, der als Aufguss in hoher Konzentration gurgelnd auch bei Halsweh hilft, Minze, Melisse – das alles gibt es frisch geerntet aus dem Garten. Wer bei einer Erkältung zusätzlich mit Zahnschmerzen zu tun hat, der sollte auf Gewürznelken herumkauen, empfiehlt sie.

Hausmittel um Erkältungen vorzubeugen

Heiden sorgt aber auch dafür, dass es erst gar nicht zu einer Erkältung kommt. „Berufsbedingt muss ich fit sein. Wenn ich für einen Modeljob gebucht oder Gast in einer Talkshow bin, dann muss ich fit sein.“ Um dies zu gewährleisten trinke sie jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser oder Tee. Gerade zum Herbst hin steigere sie dann ihren Ingwerkonsum. Hilfreich sei es auch, bei Wind und Wetter an die frische Luft zu gehen. Und es scheint zu funktionieren, denn abschließend sagt Marina Heiden: „Wann ich das letzte mal so richtig erkältet war, weiß ich gar nicht mehr.“

10 Tipps, mit denen Sie einer Erkältung vorbeugen

1. Regelmäßig Händewaschen, etwa 20 bis 30 Sekunden lang. Verreiben Sie den Seifenschaum auch zwischen den Fingern.

2. Vermeiden Sie Menschenansammlungen und halten Sie Abstand zu Erkrankten.

3. Küssen erlaubt: Elliot Dick, Schnupfenforscher aus den USA, fand heraus, dass sich von 16 Studenten nur einer durch einen Kuss ansteckte. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Viren mit dem Speichel in den Magen gelangen und die dortige Säure nicht überleben. Daher positiv: Küssen steigert die Glückshormone und die wiederum stärken das Immunsystem.

4. Regelmäßig in die Sauna gehen ist gut für den Kreislauf, die Hautdurchblutung und das Immunsystem – allerdings nur solange man keinen grippalen Infekt hat.

5. Treiben Sie regelmäßig Sport.

6. Gehen Sie bei Wind und Wetter an der frischen Luft spazieren. Das stärkt die Abwehrkräfte.

7. Achten Sie darauf, dass viel Obst und Gemüse auf dem Speiseplan steht.

8. Genug schlafen: regelmäßiger und ausreichender Schlaf kann das Immunsystem stärken.

9. Stressmanagement: Lernen Sie mit Stress umzugehen und legen Sie Entspannungspausen ein.

10. Verzichten Sie auf Zigaretten und genießen Sie Alkohol nur in Maßen.

Was ist Grippe, was Erkältung?

Dr. Christian Pabst, Vorsitzender des Ärztevereins Peine erklärt, wie Sie einen grippalen Infekt von einer echten Grippe unterscheiden.

„Ein typischer grippaler Infekt, auch Erkältung genannt, kann durch rund 30 verschiedene Virusarten ausgelöst werden. Während Erwachsene im Durchschnitt zwei bis drei Infekte pro Jahr haben, sind es bei Kindern sogar bis zu 13“, erklärt der Mediziner. Eine Erkältung sei zwar lästig, in der Regel aber harmlos. Anders verhalte es sich bei der echten Grippe, die durch unterschiedliche Typen des Influenzavirus ausgelöst wird. „Die echte Grippe stellt eine ernstzunehmende Erkrankung dar. Daher ist es wichtig, den grippalen Infekt von der echten Grippe zu unterscheiden.“

Typische Symptome der Erkältung

Der Übertragungsweg sei bei beiden Erkrankungen gleich: Beim Husten und Niesen verteilen sich kleinste Tröpfchenmengen in der Umgebung. So kommt es zu einer Übertragung der Viren über die Luft oder durch das Händeschütteln oder auch Anfassen von Gegenständen, wie beispielsweise Türklinken. Zu den gängigen Symptomen einer Erkältung gehören ein schleichender Krankheitsbeginn, Temperatur bis 38 Grad sowie zu Beginn oft Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen und ein Schwächegefühl mit leichten Gliederschmerzen. Die Beschwerden sind in der Regel nach sieben bis zehn Tagen abgeklungen.

So zeigt sich eine Grippe

„Bei einer echten Grippe treten die Krankheitszeichen meist ganz plötzlich und viel stärker als bei einer Erkältung auf. Innerhalb weniger Stunden entsteht hohes Fieber bis über 39 Grad. Abgeschlagenheit, Müdigkeit sowie Kopf- und Gliederschmerzen sind ebenso stark ausgeprägt. Die Erkrankung dauert in der Regel nur unwesentlich länger als bei der normalen Erkältung, die meisten Patienten benötigen jedoch wesentlich mehr Zeit, um wieder richtig fit zu werden“, erläutert Pabst.

Von Kathrin Bolte

Omas alte Hausmittel kommen bei Erkältungen in vielen Familien zum Einsatz. Auch bei Ihnen? Wer an unserer WAZ-Umfrage teilnimmt, kann einen 100-Euro-Gutschein der Konzertkasse gewinnen.

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