Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Hat Wolfsburg ein Bettler-Problem?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Hat Wolfsburg ein Bettler-Problem?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
10:53 04.10.2019
Kein seltener Anblick: Eine bettelnde Frau in der Wolfsburger Innenstadt. Quelle: Britta Schulze
Anzeige
Wolfsburg

Vor der Sparkasse, vor der City Galerie, am Nordkopf: Wer durch Wolfsburgs Innenstadt schlenderte, dem wird es wahrscheinlich aufgefallen sein – seit einigen Wochen treten wieder verstärkt bettelnde Personen in der Porschestraße auf. Handelt es sich dabei um ein größeres Problem? Stecken gar gewerbsmäßig organisierte Banden aus Südosteuropa dahinter?

„Polizeilich unauffällig“

„Die momentane Situation ist polizeilich völlig unauffällig“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Vermehrte Beschwerden seien bei den Beamten nicht eingegangen auch besondere Probleme gebe es keine. Zu objektiven Zahlen kann auch das Ordnungsamt keine Auskunft geben, etwa ein- bis dreimal im Monat komme es aber vor, dass sich Bürger beim Amt über die Situation beschweren, informiert die Stadt.

Anzeige

Nur aggressives Betteln ist verboten

Ein Vorgehen gegen Bettler ist sowieso nur im Sonderfall möglich. „Grundsätzlich ist betteln nicht verboten. Die Verordnung über die öffentliche Sicherheit der Stadt Wolfsburg regelt, dass das Betteln durch unmittelbares Einwirken auf andere Personen nicht gestattet ist, also so genanntes aggressives Betteln verboten ist“, informiert Stadtsprecher Ralf Schmidt. Das bloße Ansprechen von Passanten stellt kein unmittelbares Einwirken im Sinne der Verordnung dar und ist damit erlaubt. Erst beispielsweise das gezielte Versperren des Weges oder das Bedrängen der Passanten mit der Sammelbüchse sei als aggressives Betteln zu werten. „Dann müssen wir tatsächlich eingreifen“, bestätigt Claus. Bisher sei es nach Kenntnisstand der Polizei aber noch nicht dazu gekommen.

Anfragen wegen beteiligter Kinder

Die Beschwerden und Anfragen beim Ordnungsamt zielen ebenfalls eher in eine andere Richtung. „Häufig richten sich die Anfragen gegen eine einzelne Person, die sehr jung wirkt, tatsächlich jedoch volljährig ist. Aktuell kommen zudem gehäuft Meldungen über Bettler mit Kindern“, berichtet Schmidt. Das Betteln durch Kindern sei zwar nicht per se verboten. „Jedoch können hier im Einzelfall andere Verstöße vorliegen, welche einzelfallbezogen geprüft werden“, so Schmidt.

Ordnungsamt kontrolliert in der Innenstadt

Zu diesem Zweck führt der Städtische Ordnungsdienst (SOD) in der Fußgängerzone regelmäßig Kontrollen durch. Wird dabei Betteln durch unmittelbares Einwirken auf Passanten festgestellt, wird die bettelnde Person zur Unterlassung aufgefordert und bei weiterem Verstoß gegebenenfalls des Platzes verwiesen.

Geld zieht weitere Bettler an

Ärgerlich in den Augen des Ordnungsamtes: Leider geben viele Passanten bettelnden Menschen Geld. So könne das Betteln für diese Personen zu einem „lukrativen Geschäft“ werden. Dies spreche sich gegebenenfalls herum und ziehe dann weitere Bettelnde in die Fußgängerzone oder in die Stadt, warnt das Ordnungsamt.

Lesen Sie auch:Bettler gehen von Haus zu Haus

Von Steffen Schmidt

Ein bewaffneter Raubüberfall auf einen Kiosk mit 445 Euro Beute und ein erfolgloser Überfall auf ein Sportgeschäft – dafür muss sich ein 44-Jähriger jetzt vor dem Landgericht Braunschweig verantworten.

04.10.2019
Umfragen Mitmachen und gewinnen - Finden Sie Tierschutz wichtig?

Tierschutz wäre undenkbar ohne Tierheime und die vielen ehrenamtlichen Helfer. Die Tierheime sind Rettungsstation, Zuhause auf Zeit und sicherer Hafen für verletzte, misshandelte oder streunende Tiere. Das Betreuen und Aufpäppeln der tierischen Bewohner kostet viel Zeit und Geld. Was ist Ihre Meinung? Wer an unserer WAZ-Umfrage teilnimmt, kann einen 100-Euro-Gutschein der Konzertkasse gewinnen.

04.10.2019

Heute ist Welttierschutztag - höchste Zeit, mal die Menschen zu würdigen, die ihre Freizeit opfern, um Hunden, Katzen und anderen Tieren zu helfen. Und ohne die die Tierheime ihre Arbeit gar nicht leisten könnten.

04.10.2019