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Stadt Wolfsburg Handwerker will Terrasse bauen und verschwindet mit dem Geld
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Handwerker will Terrasse bauen und verschwindet mit dem Geld
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00:01 23.05.2018
Handwerker bei der Arbeit: Ein Hausbesitzer wurde beim Terrassenbau geprellt.
Handwerker bei der Arbeit: Ein Hausbesitzer wurde beim Terrassenbau geprellt. Quelle: Archiv
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Wolfsburg

Der Vorfall ereignete sich im September 2016 in einem Wolfsburger Ortsteil. Der Angeklagte unterhielt zu der Zeit eine kleine Firma für dies und das, die Geschäfte aber liefen mehr schlecht als recht. Als er bei einem Auftraggeber einen kleinen Zaun zog, sprach ihn die Nachbarin an, ob er wohl auch eine Terrasse errichten könne. Der Firmenchef erstellte ein Angebot über rund 3800 Euro und ließ sich einen Vorschuss von gut 1800 Euro für Materialeinkäufe auszahlen – tatsächlich ging das Geld für ihn und seine Familie drauf.

„Alles richtig“, räumte der Angeklagte unumwunden ein. Schuld sei seine angespannte finanzielle Lage gewesen: „Das tut mir alles leid, ich will jeden einzelnen Cent zurückbezahlen.“ Das wird er auch müssen, das Gericht legte im Urteil – wegen der katastrophalen finanziellen Lage des Angeklagten fiel die Geldstrafe mehr als milde aus – die Einziehung der ergaunerten Summe fest. Und dem Angeklagten, der schon mehrere Vorstrafen unter anderem wegen Betrug hat, gab die Vorsitzende einen guten Ratschlag mit auf den Weg: „Jetzt muss ein für alle mal Schluss sein. Das war die letzte Geldstrafe, beim nächsten Mal droht das Gefängnis.“

Von Ulrich Franke

22.05.2018
22.05.2018