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Stadt Wolfsburg Haftstrafe nach Raub und sexueller Nötigung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Haftstrafe nach Raub und sexueller Nötigung
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00:02 28.04.2018
Zwei Jahre und ein Monat Haft: Der Angeklagte (r.) wandert wegen des brutalen Überfalls ins Gefängnis.
Zwei Jahre und ein Monat Haft: Der Angeklagte (r.) wandert wegen des brutalen Überfalls ins Gefängnis. Quelle: Jörn Graue
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Wolfsburg

Der 30-jährige Wolfsburger, der sich an einem Flaschensammler (47) im Goethepark vergangen hat, wandert ins Gefängnis. Das Landgericht Braunschweig lehnte am Freitag die von der Verteidigung geforderte Bewährungsstrafe für den Mann ab und verurteilte ihn zu zwei Jahren und einem Monat Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und fünf Monate gefordert.

Der 30 Jahre alte Mann wurde wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall sowie Raub in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und sexueller Nötigung verurteilt. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe eingeräumt, sein enthemmtes Verhalten an einem Sonntagmorgen im vergangenen Herbst aber mit Alkohol- und Drogenkonsum erklärt. Das umfangreiche Paket, für das der Wolfsburger verurteilt wurde, kommt durch den ungewöhnlichen Tatverlauf zustande. So soll der 30-Jährige zunächst in der Gustav-Freytag-Straße in den Höfen die Seitenscheibe eines Golf eingeschlagen und das Bordbuch entwendet haben.

Der Goethepark, Ecke Lönsstraße: In diesem Bereich soll es früh am Morgen zu dem Raub und der sexuellen Nötigung gekommen sein. Quelle: Roland Hermstein

Nicht weit entfernt traf er dann auf sein Opfer, einen 47 Jahre alten Mann, der im Bereich der Höfe nach Pfandflaschen suchte. Der exakte Verlauf des Geschehens blieb zwar bis zuletzt unklar, die Tat an sich ist aber unstrittig. Demnach hat der Angeklagte sein Opfer unter Morddrohungen zum Oralsex gezwungen und ihm Eigentum vom Hausschlüssel über eine Taschenlampe bis zu Zigarillos abgenommen. Kurze Zeit später griff die Polizei den Angeklagten auf.

Im Laufe des Prozesses hatte sich der Mann beim Opfer entschuldigt. Sein Verhalten, wenn auch unter Einfluss von Alkohol und Drogen, könne er sich nicht erklären.

Da das Urteil des Landgerichts über zwei Jahren liegt, ist eine Bewährungsstrafe automatisch ausgeschlossen. – der 30-Jährige geht ins Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von Kevin Nobs