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Stadt Wolfsburg Das hat Gleichstellungsbeauftragte Beate Ebeling für die Frauen in Wolfsburg erreicht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Das hat Gleichstellungsbeauftragte Beate Ebeling für die Frauen in Wolfsburg erreicht
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18:20 13.12.2019
Wechsel im Rathaus: Beate Ebeling (links) geht in den Ruhestand. Ihre Nachfolgerin, Antje Biniek, wird neue Gleichstellungs-Beauftragte. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Ein Mangel an weiblichen Führungskräften, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie ein Gefälle der Gehälter: Die Themen zur Gleichstellung von Frauen und Männern sind vielfältig und aktuell: „Eine Gleichstellung der Geschlechter ist bei weitem noch nicht erreicht“, sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Dieser Überzeugung ist auchBeate Ebeling. Neun Jahre war sie als Gleichstellungs-Beauftragte der Stadt tätig. Jetzt wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.

Der Oberbürgermeister betonte bei der Verabschiedung im Rathaus die Hartnäckigkeit der Gleichstellungs-Beauftragten, wenn sie sich „mit allen Kräften für die Rechte der Menschen einsetzte, die ihre Hilfe benötigten und dabei auch, wenn nötig, kein Blatt vor den Mund nahm. Ihre Nachfolgerin Antje Biniek (29) tritt im Januar ihr Amt an.

Ebeling machte sich für Wolfsburger Täterberatung stark

Besonders am Herzen lag der gebürtigen Gifhornerin während ihrer Amtszeit die Täterberatung. „Es ist wichtig, dass sich die Verhaltensweisen der Täter bei häuslicher Gewalt ändern“, so Ebeling, „denn meistens wollen Frauen nicht ihre Beziehungen aufgeben, sondern ein Ende der Gewalt erreichen.“ Fünf Jahre habe es gedauert bis die Fachstelle Täterberatung in Wolfsburg eingerichtet worden sei, „das hat mir persönlich ein bisschen zu lange gedauert, denn Geduld ist nicht meine Stärke“, berichtet Ebeling. Und bei anderen Themen habe sie auch gegen Windmühlen ankämpfen müssen.

So emotional war der Abschied im Rathaus – eine Bildergalerie:

Nach neun Jahren verlässt die Gleichstellungs-Beauftragte das Rathaus und legt ihr Amt nieder. Zu ihrer Verabschiedung kamen zahlreiche Gäste und überreichten ihr Geschenke. Oberbürgermeister Klaus Mohrs bedankte sich bei Ebeling für ihre Arbeit im Gleichstellungs-Referat.

Höhepunkt der Amtszeit war die Bundeskonferenz

Die Gleichstellungs-Beauftragte war neben ihrer Arbeit im Rathaus auch Mitglied der Kommission der Frauen- und Gleichstellungs-Beauftragten im Deutschen Städtetag sowie bis zum Jahr 2019 Bundessprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichsstellungs-Stellen tätig. Dazu fand im Mai 2017 eine Bundeskonferenz mit 400 Gleichsstellungs-Beauftragten in Wolfsburg statt. „Die Konferenz in Wolfsburg durchzuführen war sicherlich auch ein Höhepunkt meiner Arbeit“, sagt Ebeling.

Im Ruhestand: Mehr Zeit für Familie und Hobbys

Mit Tränen in den Augen und einem Kloß im Hals bedankte sich Ebeling bei ihrem Team des Gleichstellungs-Referats. „Natürlich freue ich mich auf den Ruhestand, denn ich mir ja selber ausgesucht habe. Aber ohne Frage gibt es auch das weinende Auge, denn ich habe ja den Job gerne gemacht und mit tollen Menschen zusammen gearbeitet“, so Ebeling. Sie freue sich nun darauf, viel mit ihrem Mann gemeinsam unternehmen zu können. Zudem möchte sie viel Zeit in ihrem Garten und mit der Malerei verbringen.

Nachfolgerin in Wolfsburg nimmt jüngere Generation in den Fokus

Ihre Nachfolgerin, Antje Biniek, möchte sich als Gleichstellungs-Beauftragte auf eine jüngere Generation von Frauen konzentrieren. „Ich denke an die Zielgruppe der 20- bis 49-Jährigen. Dabei sind mir die Themen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Digitalisierung und das Aufbrechen von Geschlechterstereotypen wichtig“, sagt Biniek. Die Mutter eines vierjährigen Sohnes will sich für Frauen in Führungspositionen stark machen und Generationen in einen Dialog bringen.

Auch das Selbstbild der Frauen möchte sie in den Blickpunkt nehmen. Biniek ist in Wolfsburg geboren und aufgewachsen. An der Ostfalia in Wolfenbüttel studierte sie Soziale Arbeit. Gleich nach ihrem Studium absolvierte sie ihr Anerkennungsjahr im Kinder- und Jugendbüro der Stadt Wolfsburg.

Von Nina Schacht

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