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Stadt Wolfsburg Täterberatung: Opferschutz soll in Wolfsburg gestärkt werden
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Gewalt an Frauen in Wolfburg: Täterberatung soll gestärkt werden

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17:00 26.11.2020
Gewalt gegen Frauen: In Wolfsburg gibt es eine Täterberatungsstelle. Dort melden sich auch Männer, die befürchten gewalttätig zu werden.
Gewalt gegen Frauen: In Wolfsburg gibt es eine Täterberatungsstelle. Dort melden sich auch Männer, die befürchten gewalttätig zu werden. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Frauen werden geschlagen, gedemütigt und sexuell missbraucht. Um solche Taten zu verhindern, wurde vor zwei Jahren die Täterberatung für Männer ins Leben gerufen. Daran beteiligt sind die Stadt Wolfsburg sowie die Landkreise Gifhorn und Helmstedt. Das präventive Projekt soll fortgeführt werden, darin sind sich die Fraktionen im Sozialausschuss einig. Im einstimmig beschlossenen Nachtragshaushalt 2021 wurden im Ausschuss deshalb Mittel in Höhe von 24 000 Euro aufgenommen.

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Am Internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen (25. November) war der Opferschutz ein Thema im Sozialausschuss. Vorausgegangen war ein interfraktioneller Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, SPD, PUG, FDP und Linke & Piraten, die Täterberatung weiter finanziell zu unterstützen. Städtische Mittel sind bis Ende diesen Jahres begrenzt worden.

Gewalt gegen Frauen, so Ratsmitglied Christa Westphal-Schmidt (SPD), sei kein Problem der Frauen, sondern der Männer. Sie betonte, die erfolgreiche Arbeit der Täterberatung. Vor allem in Zeiten von Corona, rücke die häusliche Gewalt in den Fokus. Auch Angelika Jahns (CDU) befürwortet das Projekt, möchte den Antrag jedoch ergänzt sehen. „Auch Frauen üben Gewalt aus, insofern sollten wir auch die Täterinnen mitaufnehmen“, so Jahns.

Sozialdezernentin: Perspektivisch auch Täterinnen aufnehmen

Gesundheitsdezernentin Monika Müller sieht darin eine sinnvolle Ergänzung für die Zukunft, die Täterberatung sei allerdings hinsichtlich der Beratung von Täterinnen derzeit noch nicht personell dafür ausgestaltet.

Von Nina Schacht