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Stadt Wolfsburg Getötete Schafe: Es war ein Wolf
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Getötete Schafe: Es war ein Wolf
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00:19 21.04.2019
Unschön: Vier Schafe hatte der Wolf im Februar getötet, eines danach auch noch zerbissen. Quelle: Britta Schulze
Velstove

 Nun ist es bewiesen: Bei dem Tier, das im Februar in Velstove vier Schafe gerissen hat, handelt es sich um einen Wolf, genauer gesagt um einen Wolfsrüden. Es ist der erste Wolfsangriff auf Nutztiere in Wolfsburg.

Mitte Februar hatte der Hobbyschäfer Klaus Schindler vier seiner zwölf Schafe tot auf der Weide am Wipperteich vorgefunden. Alle Tiere waren durch einen Biss in die Kehle getötet worden, eines der Tiere war darüber hinaus aufgerissen und zerfleischt worden. „Es sah damals schon nach Wolf aus“, erklärt Wolfsburgs Wolfsberater Ralf Hentschel. „Aber ich habe lieber noch die DNA-Analyse abgewartet – es hätte ja auch ein Hund sein können.“

Bürgermeisterin Jahns „Es bestätigt uns in unserer Angst“

Auch Ortsbürgermeisterin Angelika Jahns war von Anfang an überzeugt, es handele sich um einen Wolf: „Wilde Hunde hat es hier nie gegeben.“ Auf den DNA-Beweis reagiert sie alarmiert: „Es bestätigt uns in unserer Angst, dass der Wolf immer näher an unsere Dörfer heran kommt.“ Als Ortsbürgermeisterin von Brackstedt, Velstove und Warmenau denkt sie dabei auch an den Schäfer Frank Fischer, der seine über 1000 Schafe regelmäßig bei Warmenau grasen lässt. Wölfe könnten die Herde wittern und dadurch angelockt werden, fürchtet Jahns.

Jörn Rogaß, Jäger und Pressewart des Hegerings Warmenau, stimmt ihr zu. „Ein Schaf zu reißen ist eben einfacher, als einem Reh hinterherzulaufen.“ Dass sich ein Wolfsrudel in Wolfsburg ansiedeln könnte, hält er trotzdem für unwahrscheinlich: „Dafür sind die Wälder hier nicht groß genug – und das Gebiet ist zu dicht besiedelt.“

Hobbyschäfer kann sich keinen elektrischen Zaun leisten

Doch auch durchziehende Wölfe auf Reviersuche könnten zum Problem werden – besonders in dicht besiedelten Gebieten und vor allem für Hobbyschäfer wie Schindler, der inzwischen nur noch sechs Schafe hat. Seine Versicherung zahlt ihm den Schaden nicht, dafür war sein Zaun nicht hoch genug. „Er hätte 20 Zentimeter tief in der Erde stecken und 1,20 Meter hoch und elektrisch sein müssen“, erzählt Schindler. „Aber ich zahle doch keine 5000 Euro für einen Zaun!“ Doch er fürchtet, der Wolf könne wiederkommen. Die einzige logische Konsequenz für ihn: „Ich werde wohl aufhören mit der Schafzucht.“

Letzter überfahrener Wolf kam aus der Nähe von Bremen

Woher genau der Wolf kam, ist noch nicht bekannt, Wolfsberater Hentschel wartet auf weitere Informationen aus dem Senckenberg-Institut. Die nächstgelegenen Rudel leben in Ehra-Lessien, Klötze und Colbitz – doch der Wolf könnte auch von weiter weg kommen. Auch der junge Wolf, der im Januar bei Mörse überfahren worden war, hatte zuvor fast 200 Kilometer zurückgelegt. Seine DNA ist inzwischen ebenfalls ausgewertet worden: Er kam aus einem Rudel bei Gnarrenburg zwischen Bremen und Bremerhaven.

Von Frederike Müller

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