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Stadt Wolfsburg Gesunde Augen: Moderne Technik stellt eine besondere Herausforderung dar
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Gesunde Augen: Moderne Technik stellt eine besondere Herausforderung dar
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00:19 25.03.2019
Moderne Technik und die Folgen: Die Augen sind im Zuge des digitalen Zeitalters immer stärker gefordert – und können darunter leiden. Quelle: Archiv
Wolfsburg/Gifhorn

„Das Sehen ist für uns wohl der kostbarste von all unseren Sinnen. Wir sehen einen herrlichen Sonnenuntergang, das Lächeln auf einem Gesicht und wir sehen die Unschuld in den Augen eines Kindes.“ Dieses Zitat aus dem Ratgeber „Vergiss deine Brille – Mit gezielten Übungen zurück zur natürlichen Sehkraft“ verdeutlicht den Stellenwert unserer Augen für unser Leben.

Mit natürlichem Sehen hat unser heutiger digital geprägter Alltag nicht mehr viel zu tun. Deshalb nehmen wir es als gegeben und ganz „natürlich“ hin, dass die Sehkraft im Laufe der Jahre nachlässt. Die Augen rücken erst in den Fokus der Aufmerksamkeit, wenn sie Probleme machen. Das wird dann kurzerhand mit einer Brille kompensiert. Und in zwei Jahren dann mit einer stärkeren Brille. Aber muss das wirklich sein? Gibt es keine anderen Lösungen?

Digitales Sehen – technischer Fortschritt auf Kosten der Gesundheit?

Digitales Dauerfeuer per Smartphone, Computer und Fernseher belastet die Augen. Hinzu kommen ein Mangel an Tageslicht und Abwechslung: Der Blick in die Ferne kommt zu kurz, Nahsehen rund um die Uhr ist angesagt.

Die Augen reagieren darauf mit Brennen, Rötungen, Tränen oder Trockenheit. Darüber hinaus sehen Experten weltweit die Kurzsichtigkeit auf dem Vormarsch; im Jahr 2050 könnte jeder Zweite betroffen sein (Quelle: Kuratorium Gutes Sehen e.V.). Daneben gibt es schlechte Haltungsnoten: Es schmerzen Nacken, Rücken, Schultern und Kopf. Die Digitalisierung hinterlässt also Spuren im menschlichen Organismus. So spricht die Fachwelt inzwischen vom „Computer Vision Syndrome“ (CVS), Office Eye Syndrome, digitalem Sehstress. Viele Namen für die gleichen Beschwerden: vor allem Augenprobleme, aber auch Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen.

Regelmäßige Sehtests sind sinnvoll: In der Augenklinik Heuberger in Fallersleben kennt man Tipps für gesunde Augen Quelle: Simone Willmann

Dr. Christian Heuberger, Gründer und Leiter der Augenklinik Fallersleben, Augenarzt und Mitglied diverser medizinischer Fachgesellschaften, erläutert die Situation folgendermaßen: „Leider muss man tatsächlich sagen, dass aufgrund der veränderten Sehgewohnheiten im digitalen Alltag eine Welle der Kurzsichtigkeit auf uns zurollt, wie aktuelle Studien belegen. Insbesondere Kinder nutzen ihre Augen vorwiegend nur noch zum Nah-Sehen auf das Smartphone, das Laptop oder auch ein Buch. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, die Kinder nach draußen zu schicken: Nicht nur wegen der frischen Luft und der allgemein gesunden Bewegung draußen, sondern weil der Weitblick eben auch die Augen trainiert und die Akkommodation fördert, die Anpassungsfähigkeit der Augen an verschiedene Blick-Distanzen.“

Gesunde Augen: Die Experten-Tipps

Regelmäßige Sehtests sollten selbstverständlich sein, und zwar in jedem Alter. Spezielle Sehhilfen erleichtern den Blick auf Bildschirm, Smartphone und Co. Darüber hinaus beugen optimal gestaltete Computerarbeitsplätze und automatische Blaufilter digitalem Sehstress vor.

Ein weiterer Tipp zur Unterstützung der Augen beim digitalen Sehen sind spezielle Büro-Bildschirmbrillen, die inzwischen von vielen Krankenkassen und/oder Arbeitgebern übernommen werden.

Ergonomische Optimierung des Bildschirmarbeitsplatzes: Blaue Farben ermüden die Augen stärker infolge permanenter Anstrengung. Durch Senkung der Farbtemperatur wird der Anteil an rötlichem Licht erhöht.

Ein großer Bildschirm schafft mehr Arbeitsfläche, bietet eine feinere Auflösung und eine höhere Pixeldichte.

Gegenlicht oder Licht von hinten sollte man vermeiden.

Gönnen Sie Ihren Augen regelmäßig eine kleine Pause. Schauen Sie alle zehn Minuten kurz zum Fenster hinaus, und blinzeln Sie immer wieder ganz bewusst.

Der vielleicht wichtigste Experten-Tipp: Gezieltes Training zur Wiederherstellung der Sehkraft.

Der digital geprägte Alltag entspricht also nicht mehr den natürlichen Sehgewohnheiten und belastet dementsprechend unsere Augen. Deshalb nehmen wir es als gegeben und ganz „natürlich“ hin, dass die Sehkraft im Laufe der Jahre nachlässt.

Von unserer Redaktion/swi

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