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Stadt Wolfsburg Streit beim Einparken im Allerpark: 36-Jähriger muss 800 Euro zahlen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg

Gericht - Streit beim Einparken im Allerpark: 36-Jähriger muss 800 Euro zahlen

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19:00 01.12.2020
Vorfall im Allerpark: Weil ein 36-jähriger Gifhorner zu langsam einparkte, kam es zu einem Streit. Der endete mit einem Schlag ins Gesicht. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Das war ein teurer Ausflug in den Allerpark: Ein 36-jähriger Gifhorner muss jetzt 800 Euro zahlen, weil er im Sommer 2019 einem 31-Jährigen aus Wolfsburg ins Gesicht geschlagen hat. Ursprünglich war dem Mann sogar eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen worden. Die hat sich in der Verhandlung vor dem Wolfsburger Amtsgericht jedoch als nicht haltbar erwiesen.

Der Streit entstand, weil der Angeklagte zu lange zum Einparken brauchte

Der Angeklagte wollte im Juni 2019 eigentlich nur sein Auto im Allerpark abstellen. Neben ihm auf dem Beifahrersitz, saß sein 23-jähriger Neffe, der am Donnerstag mit angeklagt war. Die beiden Gifhorner mussten einen Moment warten, weil vor ihnen noch ein anderes Auto aus einer Parklücke fuhr. Den Insassen eines kleinen VW Polos dahinter dauerte das ganze Prozedere zu lange und sie versuchten, sich am größeren Auto des Angeklagten vorbeizuquetschen. Weil die Gifhorner so ungünstig im Weg standen, rief der Beifahrer des Polos – ein 31-jähriger Wolfsburger – ihnen etwas zu.

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Der Angeklagte gab vor Gericht an, dabei die Worte „Idiot“ und „zu blöd zum Fahren“ gehört zu haben. Das wollte er keinesfalls auf sich sitzen lassen und verfolgte den Polo, bis dieser hielt. „Es kam zu einem Wortgefecht und einem Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht“, ließ der Angeklagte über seinen Anwalt erklären.

Für das Wolfsburger Amtsgericht blieb am Ende wenig Beweisbares zurück

Das 31-jährige Opfer wollte sich hingegen an zwei Schläge mit der flachen Hand und einen Tritt an der geöffneten Beifahrertür erinnern. Sie seien jedoch ohne größere gesundheitliche Folgen geblieben. Gegenüber der Polizei hatte der Wolfsburger noch von Faustschlägen durch das geöffnete Autofenster gesprochen. „Ich war unter Schock“, begründete er seine unterschiedlichen Aussagen. Während der Neffe des 36-jährigen Gifhorners der Anklageschrift zufolge an der Auseinandersetzung beteiligt war, erklärte das Opfer vor Gericht, dass der 23-Jährige bei der Tat nur daneben gestanden habe.

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Für das Gericht blieb am Ende wenig Beweisbares zurück. Das Verfahren gegen den 23-Jährigen stellte es ein. Auch das Verfahren gegen den älteren Angeklagten ist unter der Auflage, dass der arbeitslose 36-Jährige 800 Euro zahlt, vorerst eingestellt.

Von Melanie Köster