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Stadt Wolfsburg Rund 10.000 Wolfsburger sind funktionale Analphabeten
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Rund 10.000 Wolfsburger sind funktionale Analphabeten
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19:15 25.03.2019
Lesen und Schreiben: Auch in Wolfsburg haben viele Menschen in diesem Bereich Probleme. Quelle: SymbolFoto/ Archiv
Wolfsburg

Die Aufführung von Jonas Jonassons „Die Analphabetin, die rechnen konnte“ am Sonntag im Scharoun Theater nahm VHS-Dozentin Verena Kirchner zum Anlass, um über die Problematik des funktionalen Analphabetismus aufzuklären. Nehme man die bundesweiten Zahlen, so Kirchner, müsse es allein in Wolfsburg etwa 10.000 Menschen im erwerbstätigen Alter geben, die nicht richtig lesen und schreiben können. „In meinem Kursus sind aktuell neun Teilnehmer“, betonte sie.

Theater-Foyer: ALFA-Mobil klärte auf

Eingeladen zu der Aufklärungsveranstaltung im Foyer des Theaters hatte Kirchner das ALFA-Mobil. Die bundesweit agierende Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, öffentlich für Lese- und Schreibekurse zu werben. Mit in Wolfsburg war Gerhard Prange. Der 61-jährige Berliner lernt seit einigen Jahren Lesen und Schreiben. „Es ist schwierig, aber es geht“, erklärte er. Sein Traum ist, einmal seiner Tochter aus einem Buch vorzulesen. „Das konnte ich früher nie“, sagte Prange. „Das möchte ich in meinem Leben unbedingt noch schaffen.“

Der Gang zur Schulung kostet viel Überwindung

Doch so stark motiviert sind die wenigsten. Der Gang zur Schulung kostet viel Überwindung. „Bei mir in der Beratung sitzen erwachsene Männer, die vor Angst zittern“, erklärte Kirchner. Viele Menschen haben gelernt, sich im Leben ohne Lesen und Schreiben durchzumogeln. Wer Texte nicht richtig erfassen kann, gilt als funktionaler Analphabet. Das heißt nicht, dass er gar nicht lesen und schreiben kann. Mehr als die Hälfte der Betroffenen ist berufstätig, meistens in körperlicher Tätigkeit. Ebenfalls etwa die Hälfte hat einen Schulabschluss.

Durch Veranstaltungen sensibilisieren

Zwar arbeitet die Wolfsburger Volkshochschule gut mit dem Jobcenter zusammen, um an Betroffene herantreten zu können. Aber grundsätzlich ist es schwer, diese Personen anzusprechen. „Wir können eigentlich nur über solche Veranstaltungen sensibilisieren“, sagte Kirchner. Freunde und Angehörige sollen dann im Idealfall einen Anstoss geben. Der nächste Kursus in der VHS startet am 30. April.

Von Robert Stockamp

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