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Stadt Wolfsburg Fridays for Future: Wolfsburger Schüler streikten zum zweiten Mal
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fridays for Future: Wolfsburger Schüler streikten zum zweiten Mal
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00:20 01.04.2019
„Wir streiken, bis ihr handelt!“: Rund 150 Schüler starteten am Bahnhof. Quelle: Frederike Müller
Wolfsburg

Mit etwa 150 Teilnehmern ist am Freitagmorgen Wolfsburgs zweite Schüler-Demo unter dem Motto „Fridays for Future“ gestartet. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass es nicht so viele sein werden wie beim ersten Mal“, so die Organisatorin und Stadtschulsprecherin Janine Tönnies (23) – zuletzt waren rund 1000 Teilnehmer durch die Wolfsburger Straßen gezogen. „Aber die, die jetzt hier sind, stehen voll und ganz dahinter.“

Schon Siebenjährige engagieren sich für Klima und Umwelt

Die wahrscheinlich jüngsten Demonstranten waren Clara (10) und Feline (7) Schiemenz. „Mir ist es wichtig, dass das mit dem Klimawandel aufhört und es nicht immer wärmer wird“, erklärte Clara am Rande der Demo. „Weil sonst das Eis schmilzt, es Überschwemmungen gibt und Tiere sterben.“ Damit das nicht passiert, setzt die Grundschülerin auch zu Hause schon um, was sie über Klimaschutz weiß: „Ich sage Feline immer: ,Du hast schon wieder das Licht angelassen. Denk an die Robben!’ – das sind nämlich ihre Lieblingstiere.“

Mit Bannern und Plakaten zogen am Freitag wieder Wolfsburger Schüler durch die Stadt, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Die Demonstration in Bildern:

Auch die Mutter der zwei Mädchen war mit dabei. „Sie haben in der Schule und mit uns zu Hause schon oft über das Thema gesprochen. Und Clara fragte irgendwann, ob sie nicht auch mitgehen können.“ Der Vorschlag wurde sofort angenommen: „Und den Schulstoff holen wir am Samstag locker wieder auf“, sagt Rosanna Schiemenz.

Wohlwollen erfuhren die streikenden Schüler auch von einigen Passanten. „Ich finde das gut!“, erklärte Annemarie Kretschmer (81). „Sie sind mutig und tun etwas – andere gucken nur zu.“

„Niemand lebt von heute auf morgen klimaneutral“

Dennoch wird den Demonstranten, nicht zuletzt in den sozialen Medien, mitunter vorgeworfen, sich nur für den freien Tag, nicht aber für das Klima zu interessieren. „Das ist unfair“, findet Organisatorin Janine Tönnies. „Diese Kritik kommt meist von Erwachsenen – und die sind es ja, die unserer Generation klimaschädliches Verhalten vorleben. Außerdem kommen viele der Demonstranten hier zum ersten Mal mit Politik in Berührung. Das ist ein Prozess: Niemand lebt von heute auf morgen klimaneutral.“

Tönnies selbst achtet auf klimafreundliches Verhalten, spart Strom und Wasser und ernährt sich vegan. Die unentschuldigten Fehltage an der Berufsschule nimmt die angehende Erzieherin in Kauf: „Wenn ein Arbeitgeber mich später nicht einstellt, weil ich mich für die Zukunft engagiert habe, dann will ich da auch gar nicht hin.“ Übrigens: Die nächste Fridays-for-Future-Demo findet in den Ferien statt.

Von Frederike Müller

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