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Stadt Wolfsburg Frau und Tochter misshandelt? Freispruch für den Vater (43)
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Frau und Tochter misshandelt? Freispruch für den Vater (43)
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18:00 12.02.2020
Amtsgericht Wolfsburg: Freispruch in einem Prozess um häusliche Gewalt. Quelle: David Hutzler/dpa
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Wolfsburg

Schwere Vorwürfe gegen einen Familienvater aus Wolfsburg: Der 43-Jährige soll im vergangenen Februar seine Ehefrau (41) und seine Tochter (15) in der gemeinsamen Wohnung brutal misshandelt haben. Beide verweigerten am Mittwoch beim Prozess vor dem Jugendschöffengericht die Aussage. Der Freispruch für den Angeklagten war die Folge.

Vater soll Kopf der Tochter gegen Schrank gestoßen haben

Der Vorfall soll sich am Valentinstag 2019 abgespielt haben. Laut Anklage, die auf einer Strafanzeige der Tochter beruhte, soll der 43-Jährige seine inzwischen getrennt lebende Ehefrau mehrfach mit der Faust und einer vollen Flasche ins Gesicht geschlagen haben. Als die Tochter Hilfe holen wollte, soll er die damals 14-Jährige am Nacken zurück ins Haus gezogen und sie mit dem Kopf gegen einen Schrank gestoßen haben. Als das Mächen zu Boden ging, schlug ihr der Vater laut Anklage mit der Faust in den Magen.

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Der 43-Jährige ließ seinen Verteidiger eine Erklärung abgeben und wies die Vorwürfe zurück. Es habe „sicherlich eine massive Auseinandersetzung mit seiner Ehefrau“ gegeben, allerdings habe er weder seine Frau noch seine Tochter geschlagen. Warum seine Tochter dann solche Behauptungen aufstelle, wollte die Richterin wissen. Die Beziehung zu seiner Tochter sei schwierig geworden. „Sie wollte immer Freiheiten haben, mehr Geld“, sagte der Vater. Möglicherweise habe sie ihn einfach aus dem Haus bekommen wollen.

Aussage gegenüber der Polizei kann nicht verwendet werden

Vor Gericht machten die Ehefrau, die Tochter und auch der Sohn (17) von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch. Damit konnte auch die Aussage der Tochter gegenüber der Polizei nicht mehr verwendet werden. Die Anklage hatte sich außerdem auf das Protokoll einer Familienrichterin gestützt. In einem Sorgerechtsverfahren soll der 43-Jährige den Angriff zugegeben haben. Wie sich aber herausstellte, hatte der Angeklagte möglicherweise auch nur ganz pauschal eingeräumt, dass es Beziehungsprobleme gab.

„Wir wissen nicht, was an diesem Tag passiert ist“, begründete die Richterin den Freispruch. Sie verwies aber zugleich auf zurückliegende Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt. Die Staatsanwältin betonte: „Man kann der Familie nur wünschen, dass es so nicht weitergeht und sie verstanden haben, was da passiert ist.“

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Von Florian Heintz

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