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Stadt Wolfsburg Frau rassistisch beleidigt: 32-jähriger Wolfsburger zu Geldstrafe verurteilt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Frau rassistisch beleidigt: 32-jähriger Wolfsburger zu Geldstrafe verurteilt
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19:33 19.02.2020
Amtsgericht Wolfsburg: Ein 32-Jähriger wurde wegen Beleidigung verurteilt. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Er soll eine 29-Jährige am Handgelenk gepackt, ihren Arm auf den Rücken gedreht und sie mit den Worten „Verpiss dich in dein Land“ beschimpft haben. Wegen des Vorfalls beim Sommerfest der IG Metall im vergangenen Jahr wurde ein 32-jähriger Wolfsburger vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. „Es handelt sich um Hasskriminalität“, sagte die Staatsanwältin.

Angeklagter bestreitet rechtsradikale Äußerungen

Als „abgekartetes Spiel“ bezeichnete der Angeklagte die Verhandlung. Er habe am fraglichen Tag mit zwei Freunden etwas Alkohol getrunken und das Sommerfest auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins am Schloss besucht. Ein Alkoholtest der Polizei ergab später einen Wert von 1,69 Promille. Bei dem Fest habe er auch rumgepöbelt, gab der Angeklagte zu. Er habe die Frau mit den Worten „Deine Mutter....!“ provozieren wollen, sie aber nicht angegriffen. Auch habe er keine rechtsradikalen Äußerungen von sich gegeben.

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Die 29-Jährige, die als Zeugin aussagte und bei dem Fest für einen Sicherheitsdienst tätig war, bezeichnete den Angeklagten als aggressiv. Er habe sie geschubst und beschimpft. Zuvor hatte sie seinem Freund helfen wollen, der verletzt am Boden gelegen habe. Der Angeklagte und sein Freund seien daraufhin auf die 29-Jährige zugegangen und hätten sie geschubst, wie ein weiterer Zeuge berichtete. Wer von den beiden Männern ihren Arm verdrehte, so dass ein Arzt später eine Prellung attestierte, daran konnte sich die Geschädigte in der Verhandlung nicht mehr erinnern.

Angeklagter zeigt keine Reue

Da nicht sicher bewiesen werden konnte, wer die Frau verletzt hatte, ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen Körperverletzung fallen. Überzeugend sei jedoch die Aussage der 29-Jährigen gewesen, dass der Angeklagte sie beleidigt habe. „Der Angeklagte ist nicht geständig und er hat sich bei der Geschädigten nicht einmal entschuldigt“, sagte die Staatsanwältin und forderte eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen à 50 Euro. Diesem Strafmaß folgte die Richterin. Sie hielt die Aussage der Zeugin ebenfalls für glaubwürdig.

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Von Nina Schacht

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