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Stadt Wolfsburg Frank Helmut Zaddach erhält das Bundesverdienstkreuz
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Frank Helmut Zaddach erhält das Bundesverdienstkreuz
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19:00 06.09.2019
Besondere Auszeichnung: Frank Helmut Zaddach (im Rollstuhl) wurde mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Der frühere Wolfsburger Ratsherr Frank Helmut Zaddach wurde am Freitag mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet. Im Namen des Bundespräsidenten überreichte Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) den Orden an den 87-jährigen Kommunalpolitiker, der sich vor allem um die Kultur und die Jugendarbeit in Wolfsburg verdient gemacht hat. „Ohne in unserer Stadt geboren zu sein, wurdest du zu einer der aktivsten und prägendsten Personen unserer Stadtgesellschaft“, sagte Mohrs.

Den Ehrungsvorschlag hatte der Stadtjugendring eingebracht

Zaddach kam aus München nach Wolfsburg. 1964 wurde der SPD-Politiker erstmals in den Rat der Stadt gewählt. Dort war er insgesamt 32 Jahre tätig. Bereits 1989 wurde Zaddach mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Das Verdienstkreuz erster Klasse wird laut Mohrs nur in solchen Fällen verliehen, wenn „erneut ehrungswürdige Leistungen erbracht beziehungsweise die schon bestehenden Verdienste noch gesteigert wurden“. Den Ehrungsvorschlag hatte der Stadtjugendring eingebracht. Dafür bedankte sich Zaddach persönlich bei dessen Geschäftsführer Jens Hortmeyer.

Hier einige Bilder von der Feierstunde im Rathaus:

Frank Helmut Zaddach wurde bei einer Feierstunde im Wolfsburger Rathaus mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.

Viele Einrichtungen und Ideen seien auf Initiativen Zaddachs zurückzuführen, betonte der Oberbürgermeister bei der Feierstunde im Ratssitzungssaal und nannte unter anderem der Bau des Theaters, das Planetarium, die Rathausdachführungen und das Freiwillige Soziale Jahr im Bereich Kultur. „Ohne Herrn Zaddach wäre unsere Stadt um zahlreiche Institutionen ärmer“, sagte Mohrs. Dieser habe sich Respekt und Anerkennung über alle Parteigrenzen hinaus erworben.

Pfadfinder waren ihm eine Herzensangelegenheit

Als Ortsbürgermeister in der Nordstadt von 1991 bis 2007 habe sich Zaddach als „Kümmerer“ stets für die Belange der Bürgerschaft und des Stadtteils eingesetzt. Noch heute sehe man ihn dort seine Runden fahren, sagte Mohrs, „und du lässt es dir auch nicht nehmen, auch aus dem Rollstuhl heraus Müll aufzusammeln“. Als Schulleiter habe Zaddach seit der Gründung des Gymnasiums Kreuzheide im Jahr 1966 Generationen von Schülern positiv beeinflusst. Die Gründung der „Waldläufer-AG“ 1967 durch Zaddach sei in gewisser Weise die Geburtsstunde der Pfadfinder in Wolfsburg gewesen. Diese seien für ihn stets eine Herzensangelegenheit gewesen.

Seltene Ehre für Zaddach

Wie hoch die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse einzuschätzen ist, zeigt auch folgende Tatsache: Für Mohrs war es das erste Mal in seiner mehr als siebenjährigen Amtszeit, dass er diesen Orden verleihen konnte. 2019 wurden in Deutschland 25 Personen mit dem Verdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.

Er will weiter für die Demokratie eintreten

Zaddach erklärte, er habe im Leben viel Glück gehabt – sei also zur rechten Zeit am richtigen Ort gewesen.Trotz der Grenzen, die ihm inzwischen gesetzt seien, wolle er weiter „eintreten für unsere Demokratie: das kann ich, das will ich, das werde ich“.

Von Florian Heintz

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