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Stadt Wolfsburg Das hat der Kunstverein alles in den letzten 60 Jahren erlebt
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17:30 10.12.2019
Der Kunstverein feiert 60. Geburtstag: (v.l.) Dieter Söchtig, Justin Hoffmann und Axel Bosse mit der ersten Jahresgabe. Quelle: Britta Schulze
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Alt-Wolfsburg

Es gab viele Höhen, aber auch einige Tiefen und natürlich viel Kunst: Der Kunstverein feiert 60. Geburtstag und blickt auf seine bewegte Geschichte zurück. Und zwar bei der großen Jubiläumsfeier am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr im Wolfsburger Schloss.

Einer der Höhepunkte ist die Bilder-Show, die Schatzmeister Axel Bosse zusammengestellt hat. Es ist nicht der klassische Rückblick, verspricht er. „Es wird kurz und spaßig.“ Er zeigt die kleinen, netten Episoden, die sich hinter Fotos verbergen, die Bosse gesucht – und auch gefunden hat. Zum Beispiel hinter den Bildern zur Ausstellung „Vergangenheit der Zukunft“, die 1984 im Schloss zu sehen war.

Eine Bildergalerie zur neuen Rückblick-Ausstellung:

Zum Jubiläum gibt es einen Rückblick in Bildern

Durch einen Aufruf in der WAZ meldeten sich Zeitzeugen bei ihm, die einiges zu der Schau erzählen konnte. Zum Beispiel ein damals 14-Jähriger, der sehr an Technologie und vor allem an den in der Ausstellung aufgestellten Computer interessiert war, „die man im Schloss bedienen durfte“. Diese Computer betreute damals Benjamin Heidersberger, Sohn des legendären Wolfsburger Fotografen Heinrich Heidersberger.

Heidersbergers Fotos waren oft ausgestellt

Heiderberger senior widmete der Kunstverein die meisten Ausstellungen. Zu jedem runden Geburtstag wurden seine Arbeiten gezeigt. Die waren gut besucht und sehr beliebt bei Besuchern. Aber es gab auch umstrittene Ausstellungen wie die von Max Pechstein 1960. Es war die zweite Ausstellung des Kunstvereins, die damals noch in der Bürgerhalle des Rathauses zu sehen war.

 Aber auch später gab es kontroverse Diskussionen über Kunst, die der Wolfsburger Kunstverein zeigte – zum Beispiel die Wandarbeit der „Mülheimer Freiheit“, die die Künstlergruppe spontan an den Kunstvereins-Raum im Schloss gepinselt hatte. Das Bild war vielen Wolfsburger zu obszön, deshalb wurde ein Wand davor gebaut. Die steht heute noch da. Vize-Vorsitzende Doris Weiß kann sich noch gut an den Skandal erinnern.

Immer früh an Themen dran

Der Kunstverein war immer früh an Themen dran, um die sich andere erst später kümmerten. Das war damals so ebenso wie heute. Das sei dem zweiten Kunstvereins-Leiter Klaus Hoffmann zu verdanken, sagt der jetzige Leiter Justin Hoffmann, der nicht mit seinem Vorgänger verwandt ist. „Er hatte ein sehr gutes Gespür.“

Der Kunstverein holte viele Künstler nach Wolfsburg, die später die große Karriere machten. Dazu gehört Olafur Eliasson. Aber der Kunstverein durchlebte auch harte und unangenehme Jahre, erinnert sich Vorsitzender Dieter Söchtig. Zum Beispiel in den 90ern, als es plötzlich nicht mehr Geld vom Land gab. Außerdem gab es nach einem Kakerlaken-Rennen eine Anzeige wegen Tierquälerei. Das ist alles Geschichte, aktuell läuft’s und die Mitgliederzahl liegt bei rund 300.

So feiert das Kunstverein sein 60-Jähriges

Der Wolfsburger Kunstverein feiert am Donnerstag, 12. Dezember, um 19 Uhr seinen 60. Geburtstag. Zum Jubiläum gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Ein Diskussionsrunde, die sich mit der Frage „Welche Funktion haben Kunstvereine“ beschäftigt, ist geplant. Geschäftsführer Justin Hoffmann hat sich dafür Regina Barunke von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine und die Kulturjournalistin Bettina Maria Brosowsky von der taz eingeladen. Außerdem zeigen „Two Oh Seven“ Street Dance, DJ discody1 sorgt für Musik, die er Chic Wave nennt.

Und es gibt eine Selfie-Station sowie eine Tombola. „Jedes zweite Los gewinnt“, verspricht Vize-Vorsitzende Doris Weiß. Unter den Preisen ist auch Kunst – zum Beispiel die erste Jahresgabe des Kunstvereins: ein Bild von Bernhard Heiliger, das der Vorsitzende Dieter Söchtig vor der Entsorgung gerettet hat.

Von Sylvia Telge

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