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Stadt Wolfsburg Feuerwehr rettet einen Bussard in Vorsfelde
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Feuerwehr rettet einen Bussard in Vorsfelde
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07:00 21.07.2018
Tierretter in Aktion: Dieser Greifvogel konnte offenbar nicht mehr fliegen und hüpfte am Schulzentrum Vorsfelde hilflos zwischen den Gebäuden herum. Die Berufsfeuerwehr fing ihn ein und brachte ihn zu einem Tierarzt. Quelle: Privat
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Vorsfelde

Offenbar hilflos tapste am Freitag ein Bussard auf dem Gelände des Schulzentrums im Eichholz in Vorsfelde herum. Mehrere Passanten hatten den Vogel beobachtet. Hausmeisterin Angelika Männich rief schließlich die Berufsfeuerwehr zur Hilfe – und die schickte zwei erfahrene Tierretter.

Eigentlich sind die Feuerwehrleute für Wildtiere gar nicht zuständig. „Aber wenn wir es tierfreundlich hinkriegen, dann machen wir das auch mal“, sagte einer der beiden Helfer, die ihre Namen nicht in der Zeitung lesen möchten. Ein Netz hatten sie dabei, und Schutzhandschuhe auch. Sie machten sich auf eine anstrengende Jagd gefasst. „Laufen kann er ja schließlich noch“, so einer der Helfer.

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Angelika Männich besorgte dann noch einen großen Karton als mögliche Falle für das Tier. „Zufälligerweise war hier gerade ein neuer Bürostuhl geliefert worden“, erzählte sie und ergänzte: „Mein Urlaub ist schon vorbei, denn auch in den Schulferien wird ja in den Gebäuden gearbeitet – zum Beispiel von Handwerkern.“

Flügel verletzt?

Möglicherweise ist das ein Glück für den Greifvogel. Der irrte nämlich auf dem Innenhof zwischen Gymnasial-Aula und Fachraum-Trakt herum, ohne einen Ausweg zu finden. Die Lücke zwischen den Gebäuden in Nähe der Mensa fand er nicht. Und fliegen klappte wohl nicht. „Den rechten Flügel hat er ganz komisch nachgezogen. Vielleicht war der gebrochen“, vermutet Angelika Männich.

Erschöpft: Die Retter brachten den Greifvogel zu einer Tierärztin. Quelle: privat

Vielleicht war er auch schon erschöpft, als die Retter nahten und ihn zwischen Hauswand und Gebüsch am Fachtrakt erwischten – erstaunlich schnell und ganz ohne Karton. Die Feuerwehr brachte den Vogel zu einer Tierärztin. Wie es ihm jetzt geht, unterliegt laut Sprechstundenhilfe der ärztlichen Schweigepflicht.

Von Andrea Müller-Kudelka

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