Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Faszinierend: Klötze schweben durchs Phaeno
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Faszinierend: Klötze schweben durchs Phaeno
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 31.12.2018
Faszinierend: Die Jonglage-Show „très, très, très“ der Gruppe „Piryokopi" feierte im Wissenschaftstheater des Phaeno Premiere. Sie ist noch bis zum 6. Januar in Wolfsburg zu sehen.
Faszinierend: Die Jonglage-Show „très, très, très“ der Gruppe „Piryokopi" feierte im Wissenschaftstheater des Phaeno Premiere. Sie ist noch bis zum 6. Januar in Wolfsburg zu sehen. Quelle: Gero Gerewitz
Anzeige
Wolfsburg

Weltweit ist die künstlerische Jonglage-Show „très, très, très“ einmalig. Mit Objektmanipulati­onen und Kontakt-Jong­lage verblüffte die Künstler­gruppe „Piryokopi“ am Donnerstag bei ihrer Premiere Im Phaeno-Wissenschaftstheater 150 Zuschauer – darunter viele Kinder.

Der Titel soll das Streben nach Superlativen unterstreichen. Fasziniert verfolgten die Besucher, wie die vier Akteure aus Frankreich, Griechenland und der Schweiz schlichte Objekte wie Holzklötze in Bewegung bringen und so der Eindruck entsteht, die Teile schweb­ten von einer unsichtbaren Kraft aneinander gekettet über die Bühne.

Große Ringe mit 50 Zen­timeter Durchmesser und glä­serne Stäbe schienen wie mag­netisch voneinander angezogen oder abges­toßen und drehten und beweg­ten sich, als ob sie unbekannten physikalischen Gesetzen zu gehorchen hätten. Alles Manipulation und Ergebnis präziser Jonglage. Auch das ist angewandte Wissenschaft, und zwar im Bereich Optik, denn exakt aufeinander einge­spielte Abfolgen von verlang­samten Bewegungen täuschen den Augen der Be­trachter etwas vor. Mucksmäuschenstill war es im Zuschauerraum, wann immer die großen Ringe federnd wippten oder die Holzklötze in Wellenbewegungen vorbei schlingerten, obwohl die Jongleure sich scheinbar mühten, die Objekte unter Kontrolle zu halten.

Wie das konkret funktioniert, wurde allerdings nicht verraten. Verständlicherweise schützen die vier Künstler das Knowhow, das ihre Schau so einmalig macht. Ein dickes Lob sprach Phaeno-Veranstaltungsmanager Davy Champion den jungen Zuschauern aus: „Es ist außergewöhnlich, dass Kinder von den Vorführungen so gefesselt sind, dass man ihnen das Staunen und den Spaß während der Dauer ganzen Veranstaltung anmerken kann.“

Die Jonglage-Show „très, très, très“ läuft bis 6. Januar täglich um 13 und 16 Uhr (außer 31. Dezember) im Wissenschaftstheater des Phaeno.

Von Kurt Boos