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Stadt Wolfsburg Fahrverbot für Autobahn-Drängler
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fahrverbot für Autobahn-Drängler
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00:23 26.05.2019
Abfahrt von der A 39 auf die B 188: Weil ein 38-Jähriger hier rücksichtslos überholte, ist er seinen Führerschein los. Quelle: Christian Albroscheit
Wolfsburg

„Ich halte Sie zum derzeitigen Zeitpunkt für absolut ungeeignet, ein Fahrzeug zu führen. Sie geben den Führerschein jetzt hier im Gerichtssaal sofort ab und brauchen offensichtlich mal ein paar Monate Zeit, darüber in Ruhe nachzudenken.“, wies die Richterin des Amtsgerichts den Verkehrs-Rowdy im Rahmen ihrer Urteilsbegründung zurecht.

Im Prozessauftakt am Montag hatte der Angeklagte die Aussage zu den Vorwürfen der vorsätzlichen Straßenverkehrsgefährung verweigert. Deshalb mussten zusätzlich zum Fahrer des bedrängten Pkw dessen Beifahrerin und ein Polizeibeamter als Zeugen geladen werden. Bereits am Montag hatte der bedrängte Fahrer den Angeklagten wiedererkannt: Der Angeklagte sei ihm bereits auf der A 39 mit seinem Touran derart dicht aufgefahren, dass er nicht mal mehr dessen Nummernschild im Rückspiegel habe sehen können. „Als ob ich einen Anhänger zöge“, beschrieb er den viel zu kurzen Abstand. In der einspurigen Ausfahrt habe sich der dann an ihm vorbeigedrängelt, so dass der bedrängte Fahrer nach rechts in Richtung Leitplanke auswich, um eine Kollision zu vermeiden. „Ich habe nur die Leitplanke immer näher kommen sehen und hatte Angst um mein Leben. Als ich dann nach links schaute, sah ich auf gleicher Höhe den anderen Pkw, obwohl das doch eine einspurige Ausfahrt ist!“, berichtete die Beifahrerin.

Als beide Pkw an der folgenden Badeland-Kreuzung an einer roten Ampel halten mussten, stieg der Fahrer des überholten Wagens aus und klopfte an die Scheibe des Überholenden, um zu fragen, was das alles solle. Daraufhin habe dieser beim Losfahren grundlos einen Schlenker nach links vollzogen, so dass der Geschädigte einen Satz nach hinten machen musste, damit sein Fuß nicht überrollt wurde.

Der ermittelnde Polizeibeamte bestätigte im Prozess, dass der Angeklagte im Rahmen der polizeilichen Vernehmung nach erfolgter Belehrung zugegeben habe, dass er dieses Fahrzeug an besagtem Tag geführt habe.

Dementsprechend sah das Gericht den Tatbestand einer vorsätzlichen Straßenverkehrsgefährdung als erwiesen an und ordnete den sofortigen Führerscheinentzug für die Dauer von sieben Monaten an. Noch im Gerichtssaal gab der Verkehrs-Rowdy seinen Führerschein ab und verzichtete auf Rechtsmittel.

Von der WAZ_Redaktion (swi)

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