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Stadt Wolfsburg Darum soll die Fahrradwerkstatt geschlossen werden
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Darum soll die Fahrradwerkstatt geschlossen werden
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06:00 27.07.2019
Protestieren gegen die Schließung der Fahrradwerkstatt in der Poststraße: (v.l.) Gisela Görlitz, Christa Oemisch und Barbara Mitulla wollen Unterschriften sammeln. Quelle: Foto: Britta Schulze
Stadtmitte

Die Fahrradwerkstatt in der Poststraße schließt zum 1. Oktober. Grund: Die Werkstatt, in der arbeitslose Schwerbehinderte Räder reparieren,erwirtschaftet nicht genug Geld. Christa Oemisch, Barbara Mitulla und Gisela Görlitz vom Frauenzentrum „Frauenzimmer“ wollen das nicht akzeptieren – und starten eine Unterschriftenaktion.

Werkstatt in der Poststraße 33 war zu wenig Geld ab

„Wo sollen all die Menschen, die finanziell nicht so gut gestellt sind, ihre Räder reparieren lassen?“, fragen die engagierten Damen. Deshalb fordern sie, dass die kleine Werkstatt im Hinterhof der Poststraße 33 erhalten bleibt.

Die Schließung sei aber nötig, sagt die Netzwerk gGmbH, zu der die Fahrradwerkstatt gehört. Seit Jahren arbeite die Einrichtung, die unter dem Dach der Diakonie betrieben wurde, defizitär – parallel dazu sind die Kosten gestiegen. Geschäftsführer Ralf Keller: „Das ist aber keine Entwicklung, die es erst seit zwei oder drei Jahren gibt.“ Jetzt müsse man reagieren.

Fahrradwerkstatt im VW-Werk bleibt erhalten

Die Fahrradwerkstatt im VW-Werk hingegen laufe weiterhin gut. Dort sollen auch zwei der drei Mitarbeiter aus der Poststraße wechseln, für den dritten werde auch eine Lösung gefunden, verspricht Keller. Die Einrichtung ist ein Betrieb zur beruflichen Integration, deshalb sei das Ziel nicht die Erwirtschaftung von Gewinnen, sondern die Beschäftigung arbeitsloser Schwerbehinderter mit und ohne eine psychische Erkrankung. Auch wenn es die Werkstatt in der Poststraße nicht mehr gebe, bleibe das weiterhin das Ziel, so Keller.

Mitarbeiter sind freundlich, hilfsbereit und kompetent

Die drei Damen sehen das sehr kritisch: „Verantwortliches und zuverlässiges Handeln sieht für uns anders aus!“, sagen sie. Denn was machen die Wolfsburger künftig, die sich eine Fahrradreparatur in einem „herkömmlichen Betrieb“ nicht leisten können? „Wir kennen zahlreiche Menschen, die nicht zu den Wolfsburger Großverdienern gehören, die die Angebote der Werkstatt gerne genutzt haben und sehr zufrieden waren“, sagt Christa Oemisch.

Auch Gisela Görlitz war Kundin bei der Fahrradwerkstatt. „Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, hilfsbereit und kompetent.“ Die gute Auslastung sei Beleg dafür, dass solch eine Einrichtung wichtig sei. Die Schließung sei „keine gute Entwicklung für Wolfsburg“, meint Barbara Mitulla.

Von Sylvia Telge

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