Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Blitzer-Marathon: So viele Raser gingen der Wolfsburger Polizei ins Netz
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Blitzer-Marathon: So viele Raser gingen der Wolfsburger Polizei ins Netz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 06.04.2019
Achtung Kontrolle: Rasern geht es in dieser Woche in Wolfsburg verstärkt an den Kragen. Quelle: Boris Baschin
Anzeige
Wolfsburg

Temposündern ging und geht es in dieser Woche im ganzen Raum Wolfsburg verstärkt an den Kragen. Im Rahmen des europaweit stattfindenden TISPOL „Speed-Marathons" führt die Polizei Wolfsburg-Helmstedt im gesamten Gebiet seit Dienstag verstärkt stationäre und mobile Geschwindigkeitskontrollen an wechselnden Standorten durch. Allein am Dienstag wurden während der achtstündigen Kontrollen 150 Verkehrsordnungswidrigkeiten registriert. Vier davon führten allein in Wolfsburg zu Fahrverboten.

Tagesrekord: Mit 94 über die Dieselstraße

Im Tunnelbereich der Heßlinger Straße waren bei erlaubten 50 Km/h eine 49 Jahre alte Wolfsburgerin mit ihrem Seat mit 84 km/h ein 52 Jahre alter Wolfsburger mit 86 km/h und eine 29 Jahre alte Wolfsburgerin mit ihrem Golf mit 88 km/h unterwegs. Alle drei erwartet ein Bußgeld von 160 Euro sowie 2 Punkte in der Flensburger Verkehrssünderkartei und ein Monat Fahrverbot. Auf der Dieselstraße wurde ein 23 Jahre junger Wolfsburger in seinem Golf mit 94 km/h statt erlaubten 50 km/h gemessen. Für ihn wird es noch etwas teurer, denn dafür hat der Gesetzgeber 200 Euro, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot vorgesehen.

Anzeige
Im Rahmen einer europaweiten Aktion sind Wolfsburger Polizisten die ganze Woche lang für verstärkte, flächendeckende Geschwindigkeitskontrollen im gesamten Stadtgebiet unterwegs.

Tempomessungen an wechselnden Standorten

Auch gestern gingen die Kontrollen weiter. Bis in die späten Abendstunden führte die Polizei an sechs wechselnden Standorten parallel Tempomessungen durch. „Überhöhte Geschwindgkeit ist weiter die Hauptursache für Verkehrsunfälle, das haben gerade erst wieder die Unfälle der letzten Wochen gezeigt“, betont Polizeisprecher Thomas Figge. Zwar führe man kontinuierlich Kontrollen durch, „eine Schwerpunktwoche wie diese bietet sich aber dafür an, dass Thema noch stärker in das Bewusstsein der Leute zu rücken.“

Transparente Kontrollen

Dabei ist der Polizei vor allem auch Transparenz wichtig. „Wir sprechen die Leute bei den Kontrollen direkt an und erklären ihnen, warum wir gerade an dieser Stelle stehen und messen“, erklärt Polizeikommissar Schmidt gestern direkt vor Ort an einem Kontrollpunkt an der Frankfurter Straße. Dort etwa hatten sich die Beamten postiert, weil sich in unmittelbarer Nähe ein Schulbushaltestelle befindet.

Temposünder meist einsichtig

Den Temposündern boten die Polizisten zudem direkt an, selbst einmal durch die Laserpistole zu schauen. Die meisten von Ihnen zeigten sich einsichtig. „In Wolfsburg ist die Akzeptanz verhältnismäßig groß – auch weil wir uns Zeit für die Erklärung nehmen“, so Schmidt.

Der TISPOL-Speed-Marathon

Was im ersten Moment wie ein Geschwindigkeitswettbewerb klingt, soll genau das Gegenteil bewirken: Gestern fand erneut der europaweite TISPOL Speed-Marathon statt. In Europa beteiligten sich dabei 26 Staaten an der groß angelegten Blitzer-Aktion. In Deutschland wurden immerhin in zwölf Bundesländern flächendeckend Großkontrollen durchgeführt. Niedersachsen war offiziell nicht beteiligt, die Wolfsburger Polizei führte und führt aber dennoch während der gesamten Woche verstärkt Geschwindigkeitsmessungen durch.

Von Steffen Schmidt