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Stadt Wolfsburg Ex-VW-Chef Carl H. Hahn trifft Nikolaikirche-Pfarrer der Wendezeit
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ex-VW-Chef Carl H. Hahn trifft Nikolaikirche-Pfarrer der Wendezeit
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17:00 24.08.2019
Zeitzeugen des Mauerfalls: Carl Hahn (l.) und Friedrich Magirius in der Leipziger Nikolaikirche. Quelle: Sven Döring
Wolfsburg/Leipzig

Am Rande der Oldtimer-Rallye Sachsen Classic gab es dieses Wochenende in Leipzig ein außergewöhnliches Treffen von Mauerfall-Zeitzeugen: Friedrich Magirius (89), Superintendent und Stadtpräsident i.R., sprach mit Dr. Carl H. Hahn (93), früherer VW-Konzernchef (1982 – 1992), über die Ursprünge der Friedlichen Revolution von 1989. Im Anschluss an eine Motette des Thomanerchores führte Pfarrer Magirius durch die Nikolaikirche, Ausgangspunkt der Montagsgebete und Montagsdemonstrationen, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer und Öffnung der innerdeutschen Grenze führten.

Dankbar sein für die friedliche Revolution

Carl H. Hahn sagte: „Wir können gar nicht genug dankbar sein für die Friedliche Revolution. Das ist überhaupt die erste, die in der deutschen Geschichte geglückt ist - und Gott sei Dank ohne Blutvergießen.“ Carl H.Hahn, in Chemnitz geboren und in Zschopau aufgewachsen, stellte nach dem Mauerfall die Weichen, dass Volkswagen sich in Sachsen ansiedelte. Der Wolfsburger gilt als ein wesentlicher Mitgestalter des wirtschaftlichen Aufbaus Ost.

Ex-Chef fuhr im Polo Coupe

Bei Sachsen-Classic-Zuschauern erntet Hahn auf den Marktplätzen auch nach 30 Jahren noch viel Anerkennung und Dankbarkeit als „der Mann, der Volkswagen nach Sachsen brachte“. An der Oldtimer-Rallye nimmt der ehemalige VW-Chef bereits zum 17. Mal teil. Der 93-Jährige steuert einen dunkelblauen VW Polo Coupé (Baujahr 1992) mit der Startnummer 24. Die Sachsen Classic 2019 endete am Samstag nach insgesamt 574 Kilometern in Leipzig auf dem Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht. Start war am Donnerstag in Dresden, am Freitag machte das Starterfeld mit 200 Fahrzeugen im Leipziger Porsche Werk Station.

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