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Stadt Wolfsburg Gedämpfte Freude beim Freundeskreis und „Fridays for Future“-Bewegung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Gedämpfte Freude beim Freundeskreis und „Fridays for Future“-Bewegung
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00:19 30.05.2019
Zünglein an der Waage: Besonders bei jungen Leuten war die Klima-Politik wichtigstes Thema bei der Europawahl. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Oft wurde diese Europawahl im Vorfeld zur Schicksalswahl für den Kontinent ausgerufen. Auch der Internationale Freundeskreis Wolfsburg und die „Fridays for Future“-Bewegung hatten im Vorfeld der Wahl mobil gemacht und die Menschen zum Urnengang aufgerufen. Beide zeigten sich mit den Ergebnissen der Europawahl einigermaßen zufrieden – vor allem aber mit der hohen Beteiligung.

Freude über hohe Wahlbeteiligung

„Die hohe Wahlbeteiligung hat gezeigt, dass sich die zahlreichen Aufrufe gelohnt haben. Auch unsere Young Friends haben ihren Beitrag dazu geleistet, indem sie öffentlichkeitswirksam Wolfsburger Bürger und Bürgerinnen zu Europa befragt hatten“, kommentiert die Präsidentin des Internationalen Freundeskreises Wolfsburg (IFK), Kerstin Stackmann. Und auch Marius Dehm, Vorsitzender der Young Friends, meint: „Es war erstmal wichtig, dass überhaupt so viele zur Wahl gegangen sind.“

Junge Leute können sich Welt ohne EU nicht vorstellen

Dennoch: Die Freude über die hohe Wahlbeteiligung ist nicht ungetrübt. „Es ist aus meiner Sicht erschreckend, dass nationalistische, rechts-populistische Parteien doch soviel Zuspruch erhalten haben“, sagt Dehm. Gerade für die jungen Leute sei ein vereintes Europa nicht mehr wegzudenken, das hätten die Gespräche der Young Friends und nicht zuletzt auch die Wahlergebnisse von Sonntag gezeigt. „Aus meiner Sicht liegt den jungen Leuten vor allem die Reisefreiheit, der Frieden in Europa und insgesamt der internationale, multikulturelle Gedanke am Herzen“, so Dehm.

Klimawandel als bestimmendes Thema

„Das Thema Klimawandel war bei dieser Wahl das bestimmende. Gerade junge Menschen haben vor allem deswegen die Grünen gewählt und nicht die CDU oder SPD“, ist sich Johannes Laux, Sprecher der Fridays-For-Future-Bewegung in Wolfsburg sicher. Das Wahlergebnis sei für die Bewegung durchaus ein Anlass zur Freude – allerdings unter Vorbehalt. „Das kann grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung sein, wenn sich dadurch auch wirklich die Politik ändert“, so Laux mit etwas Skepsis.

Zudem würden ihm die starken Ergebnisse der Rechtspopulisten in vielen europäischen Ländern Sorgen bereiten. „Das waren garantiert nicht die jungen Wähler“, meint er. Froh ist er auch deswegen über die hohe Wahlbeteiligung vor allem der jungen Leute. Das sei wichtig, „damit nicht weiter Rentner und über 60-jährige allein über unsere Zukunft entscheiden“, so Laux.

Von Steffen Schmidt

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