Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Erhebt Stadt bald wieder Eintritt für ihre Museen?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Erhebt Stadt bald wieder Eintritt für ihre Museen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 15.02.2018
Führung im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum: Gebührenerhöhungen und Eintrittsgelder werden diskutiert.
Führung im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum: Gebührenerhöhungen und Eintrittsgelder werden diskutiert. Quelle: Gero Gerewitz
Anzeige
Wolfsburg

Werden in den Museen der Stadt Wolfsburg wieder Einrittsgelder eingeführt? Darüber diskutierte am Mittwoch der Kulturausschuss im Rathaus. Hintergrund ist der klamme Haushalt. Nicht weniger heiß diskutiert (und abgelehnt) wurden Anträge zum Kulturzentrum Hallenbad und zur Italienischen Konsularagentur.

Mit einer ganzen Reihe von Vorschlägen will die Stadtverwaltung im Kulturbereich knapp 270.000 Euro gut machen, entweder durch Einsparungen oder Neueinnahmen. In der Liste stand auch der unscheinbare Punkt, im Hoffmann-von-Fallersleben-Museum durch die Wiedereinführung von Eintrittsgeldern – diese wurden 2010 für alle städtischen Museen abgeschafft – insgesamt 10.000 Euro einzunehmen.

Nur AfD kann sich Eintritt vorstellen

Iris Schubert (SPD), Sandra Straube (PUG) und Joachim Sievers (CDU) machten deutlich, trotz klammer Kassen grundlegend keine neuen Eintrittsgelder in den städtischen Museen einführen zu wollen. Kristin Krumm (FDP) schlug vor, lieber Einnahmen über Spendendosen zu erzielen. Thomas Schlick (AfD) dagegen konnte sich „vorstellen, ein geringes Entgelt zu nehmen“. Alle Fraktionen machten deutlich, dass sie sich bei Führungen in den Museen durchaus eine Erhöhung der Preise vorstellen können. Das letzte Wort in Sachen Eintrittsgeld ist noch nicht gesprochen. Möglich, dass der höhergestellte Verwaltungsausschuss ein grundsätzliches Urteil dazu fällt.

Emotionen kochen hoch

Bei zwei AfD-Anträgen kochten die Emotionen im Zuschauerraum (mit Vertretern von IG-Metall-Jugend und Kulturzentrum Hallenbad) sowie auch bei den Ausschussmitgliedern hoch. Am Ende lehnten alle anderen Politiker sowohl den AfD-Antrag ab, die Zuschüsse für die Italienische Konsularagentur zu streichen, als auch den Antrag, das Restaurant Lido und den Sauna-Klub im Kulturzentrum Hallenbad zu verpachten.

Von Kevin Nobs

15.02.2018
Soziales Engagement - Umzugshilfe für eine Sterbende
14.02.2018