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Stadt Wolfsburg Elektromobilität: Das Allheilmittel der Verkehrsprobleme?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Elektromobilität: Das Allheilmittel der Verkehrsprobleme?
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18:00 02.05.2019
Es ging um Elektromobilität: VCD-Landesvorsitzender Martin Mützel (2.v.r.) hielt einen Vortrag in Wolfsburg. Quelle: Privat
Wolfsburg

Ist die Elektromobilität das Allheilmittel der Verkehrsprobleme? Unter dieser Fragestellung stand das Treffen des Vorstandes des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Wolfsburg. Dazu eingeladen war Martin Mützel, Vorsitzender des VCD-Landesverbandes Niedersachsen. Der Referent stellte in seinem Vortrag zum Thema fest, dass Elektroautos ein Fortschritt bei Klimaschutz und Abgasbelastung seien. E-Autos stoßen keine Stickoxide aus und leisteten einen Beitrag zur CO2-Minderung, da der Strom zu einem hohen Anteil aus regenerativen Quellen stamme.

Derzeit stünde dafür genügend Strom zur Verfügung; problematisch könnte die Netzbelastung sein, wenn viele Autos gleichzeitig schnell geladen werden sollen, so Mützel: „Das Elektroauto braucht aber auch die Energiewende. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, dann müsse der Personenverkehr spätestens 2050 CO2-frei sein. Das bedeutete, dass dann der gesamte benötigte Strom regenerativ – mit Wind, Sonne, Wasserkraft – erzeugt werden muss.“

Es gebe noch viele Unklarheiten beispielsweise bei der Herstellung, Lebensdauer und beim Recycling der Akkus von Elektro-Autos. Langfristig stelle sich auch die Frage nach dem Alkalimetall Lithium. Derzeit problematisch ist die geringe öffentliche Ladeinfrastruktur. Dazu sei auch die Schaffung verbraucherfreundlicher Zugangs- und Tarifsysteme nötig, manche Ladesäulen seien nur mit Kundenkarten bestimmter Anbieter oder nur zu hohen Preisen zu nutzen, kritisierte Mützel.

Ob und welche alternativen Antriebsarten sich in den kommenden Jahren noch preisgünstig entwickeln werden, könne heute keiner sagen, so Mützel. Wie es bei Volkswagen in drei Jahren aussehe und ob die neuen Pläne von VW zur Offensive bei der Elektromobilität mit Milliarden-Investitionen nicht auch ein Zeichen von Nervosität seien, fragte der Referent.

Kritisch wurde festgestellt, dass die Probleme im Verkehrssektor wie Lärm, Unfallgefahr, Platzbedarf und auch ein Teil der Feinstaubemissionen mit dem Elektroauto nicht vermieden werden. Deshalb sei es dringend geboten, die Verkehrswende einzuleiten: Der ÖPNV müsse ausgebaut, die Bahn elektrifiziert und der CO2-Ausstoß als Basis für Energie-, Kfz- und Dienstwagensteuer dienen, ist sich der VCD Wolfsburg einig.

Von der Redaktion

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