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Stadt Wolfsburg Einfach mal ausfüllen: Beim Klinikum bewerben ohne Hemmschwelle
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Einfach mal ausfüllen: Beim Klinikum bewerben ohne Hemmschwelle
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00:28 30.06.2019
So sieht sie aus: Mit dieser Postkarte können sich Interessenten für einen Pflege-Job im Klinikum bewerben. Quelle: Gero Gerewitz
Wolfsburg

Einfach Postkarte ausfüllen, Wunschberuf ankreuzen und ab geht die Post. Das Porto zahlt der Empfänger. Mit der „Bewerbung to go“ reagiert das städtische Klinikum auf den Fachkräftemangel. Mit Erfolg: Innerhalb von drei Monaten wurde so eine zweistellige Zahl an Mitarbeitern eingestellt. Die Stadt überlegt jetzt, die Turbo-Personal-Akquise auch auf andere Bereiche auszuweiten.

„Gute Erfahrungen gemacht“

„Wir haben wirklich gute Erfahrungen damit gemacht“, berichtete Sozialdezernentin Monika Müller bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Die Hemmschwelle sei extrem niedrig angesetzt. Wer Lebenslauf oder andere Unterlagen, die normalerweise zu einer Bewerbung dazugehören, nicht griffbereit hat, bekommt bei der Aktion seine Chance.

Tatsächlich müssen auf der Postkarte, die unter anderem im Rathaus ausliegt, nur das Adress- und Kontaktfeld ausgefüllt werden. Und der Job-Anwärter muss ankreuzen, für welchen Beruf er sich bewirbt: Gesundheits- und Krankenpfleger, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Hebamme stehen zur Auswahl, darüber hinaus gibt es das Feld „sonstige“.

Einfacher geht es nicht

Auf der Postkarte ist der Empfänger – die Pflegedirektion des Klinikums – bereits angegeben, zusätzlich ist eine Durchwahl angegeben, das Porto bezahlt der Empfänger. Einfacher geht es wohl wirklich nicht.

Aufgrund des großen Erfolgs der Aktion prüft die Stadt bereits, die „Bewerbung to go“ nicht mehr nur in der Pflege, sondern auch in anderen Bereichen anzubieten. „Wir brauchen auch dringend weitere Erzieherinnen und Erzieher“, deutet Müller an.

Tatsächlich wirkt sich der Fachkräftemangel auch im Klinikum aus. Auf Nachfrage von Jens Uwe Kirsch (PUG) räumte Müller ein, dass im Krankenhaus zeitweise nicht alle Betten belegt werden konnten, da Personal fehlte. Die Situation sei aber bei weitem nicht so dramatisch wie in anderen Häusern.

Werbung auch im Ausland

Um Fachkräfte wirbt das Klinikum aber auch auf anderen Wegen: Laut Müller ist man auf einschlägigen Messen vertreten, es werde bundesweit und sogar in anderen Ländern geworben. Doch das sei sehr kostenintensiv, so die Sozialdezernentin.

Werbung in anderen Städten oder vor anderen Krankenhäusern lehnt Müller allerdings ab. „Ich weiß, dass es Kliniken gibt, die das machen, doch es kann nicht Sinn und Zweck sein, sich gegenseitig zu kannibalisieren.“ Sie bevorzuge einen fairen Umgang in der Branche.

Von Michael Lieb

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