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Stadt Wolfsburg Ausverkauft: Peter Prange liest aus seinem Wolfsburg-Roman
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ausverkauft: Peter Prange liest aus seinem Wolfsburg-Roman
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11:00 26.09.2019
Lesung im Planetarium: Peter Prange (r.) mit Rolf und Ilona Schnellecke.
Stadtmitte

Es war ein echtes Heimspiel für Peter Prange: Alle 144 Plätze im Planetarium waren restlos besetzt und im Publikum saßen nur Fans. Fast alle Besucher hatten den ersten Band seines Romans „Eine Familie in Deutschland“, die in Fallersleben spielt, gelesen. Am Mittwochabend las der Bestsellerautor (“Das Bernstein-Amulett“) aus dem Fortsetzungsband „Am Ende die Hoffnung“. Nicht nur das, er erzählte außerdem die Entstehungsgeschichte dazu – und die ist mindestens genauso spannend wie die beiden Romane.

Der Nationalsozialismus und die Frage, wie er sich damals wohl verhalten hätte, beschäftige ihn eigentlich sein Leben lang, verriet Prange. Er hatte viele Geschichten im Kopf, vor vier Jahren nahm das Projekt dann Fahrt auf und der Schriftsteller begann mit der Recherche in Wolfsburg. Dr. Werner Strauß vom Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation habe ihn dabei sehr unterstützt, lobte Peter Prange bei der Lesung.

Bestsellerautor erzählte auch die Entstehungsgeschichte zum zweiteiligen Roman

Schnell sei für ihn klar gewesen, dass der Roman eine „multi-perspektivische Welt“ zeigen sollte. Deshalb ist der Protagonist der Handlung eine Familie – Familie Ising im Wolfsburger Land. Deren spannende und emotionale Geschichte erlebt der Leser in den beiden Bänden vom Tag der Machtergreifung, dem Zweiten Weltkrieg bis zur Kapitulation. Die Mitglieder sind komplett unterschiedlich: Da gibt es die Tochter Edda, die gern Filmproduzentin wäre, oder Tochter Charly, die mit einem jüdischen Architekten verlobt ist, aber auch den Parteisoldaten Horst, der –weil er sonst nicht so viel im Leben geregelt bekommt - über die Nazis Karriere machen möchte.

„Der Krieg war nur in der Ufa-Wochenschau“

An der Spitze steht Familienoberhaupt Hermann Ising, der seine Zuckerfabrik verliert, weil Adolf Hitler das Land braucht, um eine gigantische Autofabrik zu bauen. Ising senior sei eigentlich kein Nazi, ist aber NS-Ortsgruppenleiter. Das Leben im Wolfsburger Land ist sehr beschaulich – auch als der Krieg ausbricht. „Der Krieg fand nur in den UfA-Wochenschauen statt“, so Prange.

Bevor er mit dem Schreiben des ersten Romas „Eine Familie in Deutschladnd“ begann, war Wolfsburg ein „weißer Fleck“ für ihn, wie er im Gespräch mit Moderator Andreas Stolz und Alt-Oberbürgermeister Rolf Schnellecke zugab. Vier Jahre recherchierte Prange über Geschichte und Gegebenheiten in Wolfsburg. Mittlerweile seien ihm Stadt und Bewohner „ans Herz gewachsen“, gab er im Planetarium zu. Als er auf der Fahrt zur Lesung auf der Autobahn das Abfahrts-Schild „Fallersleben“ gesehen habe, „fing mein Herz an zu klopfen“, so Prange.

Wolfsburg ist Pranges dritte Heimat

Wolfsburg sei nach seinem Geburtsort im Sauerland und seinem aktuellen Wohnort Tübingen seine dritte Heimat. Das hörte Rolf Schnellecke gern und bot an: „Wenn Sie genug von Tübingen haben, kommen Sie zu uns.“ Der Alt-OB ist Fan von Prange und dem zweiteiligen Roman über Wolfsburg. Als er den ersten Band Weihnachten geschenkt bekomme habe, habe er das Buch „verschlungen“.

Von Sylvia Telge

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