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Stadt Wolfsburg Keine Chance für Eichenprozessionsspinner
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Keine Chance für Eichenprozessionsspinner
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00:18 22.06.2018
Arbeit mit dem Spezial-Sauger: Dennis Belkius braucht auch ein gutes Auge. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Gegen den speziellen Sauger hat der Eichenprozessionsspinner keine Chance. Eine Fachfirma entfernte am Dienstag eine ganze Reihe von Nestern aus Eichen am Weyhäuser Weg in Höhe des Entsorgungszentrums. Die WAZ schaute sich die Arbeiten entlang des Radweges an.

In einem kompletten Schutzanzug und mit Handschuhen steht Dennis Belkius etliche Meter vom Boden entfernt im Korb des Steigers. In den Händen hält der Mitarbeiter der Wolfsburger Firma für Garten- und Landschaftsbau Haltern und Kaufmann einen Asbestsauger, mit dem er zunächst behutsam versucht, das Eichenprozessionsspinner-Nest von dem stattlichen Ast abzulösen. „Das ist der gefährlichste Moment, jetzt wird alles aufgewirbelt“, sagt Forstwirt Sebastian Pockrandt, der die geübten Handgriffe des Kollegen vom Boden aus verfolgt.

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Mühevolle Arbeit: Eine Fachfirma entfernte eine Reihe von Nestern des Eichenprozessionsspinners am Dienstag entlang des Radweges am Weyhäuser Weg.

„Es gab Jahre, da waren die Nester nicht größer als ein Golfball. Jetzt sind es richtige Flatschen“, berichtet Pockrandt. Erkennbar seien Puppenhüllen und Larven, die man keinesfalls anfassen sollte, betont er. Die Brennhaare lösen beim Menschen heftigen Hautausschlag aus. Überhaupt habe die Zahl der Nester in diesem Jahr stark zugenommen. Am Weyhäuser Weg waren nach Angaben der Stadt drei Bäume vom Prozessionsspinner betroffen. Die Nester verteilten sich teils über die Stämme und waren bis zur fachmännischen Entfernung auch an einigen Ästen in den Bäumen gut zu erkennen.

„Es ist prima, dass die Stadt sich kümmert“, sagt Karolin Ochmann, die häufig auf dem Radweg am Weyhäuser Weg unterwegs ist. „Ich hatte vorher ein mulmiges Gefühl und Angst, dass ich krank werde“, berichtet die 46-jährige Wolfsburgerin. Auch Sandra Herrmann, die sich wegen eines Nestes an dem Radweg vor etwa zwei Wochen an die Stadt gewandt hatte und weiterverwiesen wurde (WAZ berichtete), ist froh über die Entfernung: „Ich bin jetzt beruhigt.“

Von Jörn Graue