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Stadt Wolfsburg Eichenprozessionsspinner: Zuständigkeits-Wirrwarr bei Stadt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Eichenprozessionsspinner: Zuständigkeits-Wirrwarr bei Stadt
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00:24 14.06.2018
Vorsicht vor dem Eichenprozessionsspinner: Die Stadt ruft dazu auf, mögliche Nester zu melden. Zuständig für deren Beseitigung ist sie aber nur, wenn die Tiere auf städtischem Areal nisten. Verantwortlich ist immer der Grundstückseigentümer. Quelle: DPA
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Wolfsburg

Vor einigen Tagen hat Sandra Herrmann am Weyhäuser Weg in Höhe der Mülldeponie an einem Baumstamm das Nest eines Eichenprozessionsspinners entdeckt. Ein Anruf im Service Center der Stadt Wolfsburg zeigte, dass sich offenbar niemand so richtig zuständig fühlte.

Die Tappenbeckerin, die öfter mit dem Fahrrad nach Fallersleben zur Arbeit fährt, entdeckte das Nest in niedriger Höhe an dem Baum neben dem Fahrradweg und erinnerte sich an den Aufruf der Stadt, solche Beobachtungen zu melden: „Im Service Center erklärte man mir, dass die Stadt nur für Nester in Parks und Grünanlagen im Innenstadtbereich zuständig ist und verwies mich an den Stadtforst.“

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Gut gemeinter Anruf wurde zur Odyssee

„Dort erfuhr ich, dass ich mich an das Tiefbauamt wenden sollte“, schilderte die 43-Jährige ihre Erfahrungen der WAZ. „Mich ärgert, dass es heißt, man soll so etwas melden und dann passiert nichts“, blickt die Tappenbeckerin zurück.

Den Schwarzen Peter möchte die Stadt in der Frage des Umgangs mit Nestern des Eichenprozessionsspinners nicht haben. Sprecher Ralf Schmidt betont auf Anfrage zu Sandra Herrmanns Beobachtung: „Die Stadt geht solchen Hinweisen üblicherweise nach. Die Verantwortung liegt immer beim Grundstückseigentümer. wenn es städtische Flächen sind, kümmert sich der entsprechende Geschäftsbereich der Stadt. Bei privaten Grundstücken müssen sich die Privatleute kümmern.“ Auch Stadtförster Dirk Schäfer verweist auf die grundsätzliche Zuständigkeit des jeweiligen Grundstückseigentümers.

Stadt Wolfsburg will Nester absaugen lassen

Laut Ralf Schmidt gibt es im Zusammenhang mit den Nestern des Eichenprozessionsspinners auch viele Fehlermeldungen. Er kündigt aber Maßnahmen wie Absaugen an, sofern es sich tatsächlich um ein Nest jenes Tieres handeln sollte, dessen Brennhaare zu Hautausschlägen an unbedeckten Körperstellen führen können.

Von Jörn Graue