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Stadt Wolfsburg Eichendorffschule: Warum die Stadt 1,5 Millionen für den Anbau zahlt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Eichendorffschule: Warum die Stadt 1,5 Millionen für den Anbau zahlt
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15:27 11.12.2019
In vollem Gange: Die Bauarbeiten laufen schon, über die Finanzierung wird pro forma noch abgestimmt. Quelle: Roland Hermstein
Köhlerberg

Hinter der Eichendorffschule in der Frauenteichstraße wird gebaut, Kräne schwingen bedächtig ihre Köpfe hin und her. Hier entsteht der sehnlichst herbeigewünschte Anbau, der den Schülern bald vier Unterrichtsräume mehr bieten soll. Die Schule befindet sich in freier Trägerschaft, allerdings zahlt die Stadt für die Erweiterung einen Anteil von 80 Prozent, rund 1,5 Millionen Euro.

Kurssystem macht mehr Räume erforderlich

Die Eichendorffschule besteht aus Oberschule und Gymnasium, jeder der beiden Schulformen hat drei Klassen pro Jahrgang. In der Oberstufe werden die Klassen allerdings je nach Leistungsniveau nochmal auf unterschiedliche Kurse aufgeteilt, dadurch werden auch mehr Räume nötig.

Zum ersten Mal ist ein 13. Jahrgang dabei

Hinzukommt, dass es ab dem Sommer 2020 zum ersten Mal einen 13. Jahrgang geben wird. Denn das Gymnasium existiert seit 2004, und nun ist zum ersten Mal ein Jahrgang nachgewachsen, der wieder nach G9 beschult wird. Der Anbau soll in Zukunft sowohl Oberschülern als auch Gymnasiasten mehr Platz bieten.

Erleichtert über etwas mehr Platz für die Oberstufe: die Schulleiter Karl-Heinz Müller (Gymnasium) und Christian Lübke (Oberschule) Quelle: Roland Hermstein

Weil sich die Entwicklung schon lange abzeichnete, sollte die Schule schon viel eher neue Räume bekommen – ursprünglich war sogar ein eigenes neues Gebäude geplant. Doch wegen des Dieselskandals und sinkender Gewerbesteuereinnahmen der Stadt musste dieses Bauvorhaben aufgeschoben und reduziert werden, berichten die beiden Schulleiter.

Warum zahlt nicht das Bistum?

Aber warum zahlt die Stadt überhaupt, wenn die Eichendorffschule doch eine freie katholische Schule ist und das Bistum Hildesheim als Träger hat? Auch Jens Tönskötter von der PUG hatte sich im Ortsrat kürzlich gewünscht, das Bistum würde den größeren Teil des Anbaus zahlen.

Die Eichendorffschule

Sowohl Oberschule als auch Gymnasium sind freie katholische Schulen. In der Oberschule ist eine Katholikenquote von mindestens 60 Prozent vorgeschrieben. Dennoch werden Lehrergehälter und Sachkosten (Heizung, Strom, Versicherung, Verbrauchsmaterialien, Lehrmaterialien etc.) vom Land und nicht vom Bistum finanziert. Für die Schüler ist der Besuch kostenlos.

Etwas anders ist es beim Gymnasium. Hier gibt es keine an die Konfession gebundene Quote, allerdings müssen die Schüler 50 Euro Schulgeld pro Monat zahlen, da das Land zwar die Lehrergehälter, nicht aber die Sachkosten trägt.

Die Lage ist etwas komplexer: Zwar ist das Bistum verantwortlich für die Innenausstattung, der Stadt Wolfsburg allerdings gehören Grundstück und Gebäude. Stadt und Vatikan teilen sich also die Finanzierung durch einen sogenannten Konkordatsvertrag.

„Eine gute Lösung“

Vor diesem Hintergrund ist auch PUG-Politiker Tönskötter zufrieden: „Es ist eine gute Lösung, und ein Weg, den Haushalt nicht allzu sehr zu belasten, denn das Bistum geht in Vorleistung.“ So kann der Anbau gerade schon wachsen, noch bevor alle Gremien der Stadt über die Co-Finanzierung abgestimmt haben.

Eigentlich sind sogar noch drei weitere Räume nötig

Auch die beiden Schulleiter sind erleichtert, bald mehr Platz zu haben, auch wenn Christian Lübke (Leiter der Oberschule) anmerkt: „Wir benötigen zum kommenden Schuljahr noch drei weitere Räume, damit alle Schülerinnen und Schüler in einer räumlich angemessen ausgestatteten Schule beschult werden können.“

Schulleiter versuchen, Container zu bestellen

Sein Kollege Karl-Heinz Müller hat nun schon bei der Stadt angefragt, ob die Schule für die nächsten Jahre ein paar Container bekommen könnte. Außerdem seien Stadt und Bistum schon in Gesprächen, um ein längerfristiges Konzept zu erstellen – vielleicht dann sogar mit einem ganz neuen Gebäudekomplex.

Von Frederike Müller

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