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Stadt Wolfsburg Ehme de Riese eröffnet Brillenmanufaktur in der Kaufhofpassage
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ehme de Riese eröffnet Brillenmanufaktur in der Kaufhofpassage
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06:00 27.12.2019
Die neue Brillenmanufaktur von Ehme de Riese in der Kaufhofpassage 3: Noch vor der Eröffnung reparierte Luca Baldan kurzerhand die Brille einer Kundin in Not. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

So langsam könnte man fast über eine Umbenennung der Kaufhof-Passage nachdenken: Optiker Ehme de Riese eröffnet in der Seitengasse der Porschstraße sein nächstes Geschäft – und wieder geht er dabei ungewöhnliche Wege. Mit der sogenannten Manufaktur entwirft er ein neues Konzept und eröffnet schon in Kürze nach Ehme de Riese Trendiges, Individuelles, Erlesenes und U17 die mittlerweile fünfte Marke.

Kunden können Optikern über die Schulter schauen

Wie der Name schon andeutet wird es sich bei dem neuen Laden in der Kaufhofpassage 3 dabei nicht um ein Brillengeschäft im klassischen Sinne handeln, sondern um eine offene Optiker-Werkstatt. „Unsere Gäste können und beim Herstellen ihrer Gläser über die Schulter schauen und live dabei sein“, erklärt Luca Baldan. Der 27-jährige Augen-Optikermeister hat seine Ausbildung selbst bei Ehme de Riese absolviert und wird die Brillenmanufaktur künftig leiten. Ob und wieviel weiteres Personal dazukommt, werden die ersten Wochen zeigen. „Auf jeden Fall werden wir hier aber auch unsere Azubis ausbilden“, so Baldan.

Fertigung wird zurück nach Wolfsburg geholt

Für die Eröffnung der Manufaktur gab es gleich zwei Gründe. Der erste ist eher praktischer Natur. „Wir haben zwar auch in unseren anderen Geschäften Werkstätten, aber die sind uns zu klein geworden“, erklärt Ehme de Riese. Deshalb hatte man einen Teil der Gläserfertigung bereits an Fremdfirmen vergeben. Doch die Qualität habe nicht immer seinen persönlichen Ansprüchen genügt, sagt de Riese. „Teilweise konnten die Gläser für unsere Brillen sogar gar nicht gefertigt werden.“ Deswegen gibt es die Gläser nun wieder aus eigener Hand. „Wir holen die Fertigung wieder zurück nach Wolfsburg“, ist Ehme de Riese stolz. Über kurz oder lang könnten in der Manufaktur auch die Gestelle gefertigt werden, verrät er seine Pläne.

In dem neuen Geschäft in der Kaufhofpassage können die Kunden live dabei sein, wenn ihre Gläser gefertigt werden.

Herzstück der Manufaktur ist der hochmoderne Schleifautomat, der die Gläser ganz den indivuellen Kundenbedürfnissen anpasst. An ihn angeschlossen ist eine Zentrifuge, die das Plastik – 99 Prozent aller Brillengläser sind mittlerweile aus Kunststoff – konsequent herausfiltert. „Das würde sonst alles im Abwasser landen“, betont Baldan. Dieses ökologische Engagement ist Teil einer größer angelegten Nachhaltigkeitsstrategie des Wolfsburger Optikers.

Abheben vom Internet-Handel

Und dort schließt sich der Kreis zum zweiten Grund für die Eröffnung der Manufaktur. Es ist das Abheben von der Masse und besonders vom immer stärker werdenden Internethandel, was Ehme de Riese als Ziel hat. „Wir leben von Sympathien, wir wollen die Emotionen unserer Gäste ansprechen“, bringt Ehme de Riese seine Philosophie auf den Punkt. Dazu gehöre es, ein Erlebnis zu schaffen, welches das Internet nicht bieten kann – und genau darauf zielt die Manufaktur ab.

Dazu gehört aber vor allem auch guter Service. Dabei soll die neue Brillenmanufaktur ebenfalls helfen. Es geht um kurze Wege und schnellen, verlässlichen Kundendienst. Das dies funktioniert, zeigte sich noch vor der Eröffnung der Manufaktur. Als die WAZ einen Tag vor Heiligabend zum Gespräch vor Ort war, reparierte Luca Baldan – trotz Ruhetag – spontan die Brille einer vorbeikommenden Kundin – gewissermaßen die gelungene Generalprobe für die Brillenmanufaktur. „Offiziell wird der Vorhang aller Voraussicht nach am 6. Januar gelüftet“, kündigt Ehme de Riese an.

Das ändert sich ebenfalls in der Kaufhofpassage

Die Pläne Ehme de Rieses für die Kaufhofpassage beschränken sich nicht nur auf die Manufaktur, die am 6. Januar eröffnet werden wird. Auch in den zwei weiteren Läden in der Straße stehen Veränderungen an. Ab dem 15. Januar wird bei Ehme de Riese Trendiges umgebaut. „Das Geschäft bekommt ein völlig neues Gesicht“, kündigt de Riese an. Die Einweihung soll Anfang Februar erfolgen.

Auf der anderen Straßenseite wird Ehme de Riese in seinem U17-Geschäft zudem zusätzlich die „Linsenbutikke“ eröffnen – ein Spezialgeschäft für Kontaktlinsen. „Die meisten Menschen kaufen ihre Linsen mittlerweile online – wir wollen sie wieder in den lokalen Handel holen“, so de Riese. Auch die Linsenbutikke soll Anfang Februar eingeweiht werden. Das U17-Geschäft bleibt weiter normal bestehen.

Von Steffen Schmidt

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