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Stadt Wolfsburg Drogen-Prozess: Richter wird ausgetauscht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Drogen-Prozess: Richter wird ausgetauscht
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11:27 01.08.2019
Drogenhandel: Ein 37-Jähriger steht derzeit vor dem Amtsgericht. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Eine kurioses vorläufiges Ende nahm am Donnerstag der Prozess wegen Drogenhandels gegen einen 37-jährigen Mann aus Wolfsburg. Auf einen – so betonte das Gericht – zulässigen Antrag der Verteidigung hin, muss der zuständige Richter ausgetauscht werden. Anschließend soll die Verhandlung fortgesetzt werden.

60 Gramm Kokain im Blumenbeet

Dem Angeklagten, der aus Sierra Leone stammt und in Wolfsburg als Asylbewerber wohnt, wird vorgeworfen, mit einer nicht geringen Menge Kokain Handel betrieben zu haben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in der Wolfsburger Innenstadt wurden 28,3 Gramm des Betäubungsmittel in einem Kellerraum gefunden. Ferner habe er, so die Anklage, weitere 60 Gramm Kokain in einem Blumenbeet vor dem Wohnhaus versteckt, wo diese anschließend von einem anderen Mann abgeholt worden waren.

Ebenfalls angeklagter Zeige verweigert Aussage

Dieser Mann wurde bereits vom Landgericht zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, legte allerdings Berufung ein. In dem Verfahren am Wolfsburger Amtsgericht war er nun als Zeuge geladen. Aufgrund seines laufenden Verfahrens machte er allerdings, ebenso wie der Angeklagte selbst, von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Richter muss aussagen und deshalb ausgetauscht werden

Und löste damit quasi die Aussetzung des Verfahrens aus. Denn in seinem eigenen Verfahren fungierte der Richter, der nun kurzfristig den Vorsitze in dieser Verhandlung übernommen hatte, als Vernehmungsbeamter. Da der Zeuge die Aussage verweigerte, beantragte die Verteidigung, wie in diesen Fällen üblich, den Vernehmungsbeamten anzuhören. „Ich kann mich allerdings nicht selbst vernehmen“, erklärte der Richter. Ein Austausch und damit die Aussetzung des Verfahrens, war damit besiegelt.

Verteidigung benennt zwei mutmaßliche Entlastungszeugen

Bevor die Verhandlung ausgesetzt wurde, stellte die Verteidigung noch interessante Beweisanträge. So sollen zwei zusätzliche Zeugen vernommen werden, die angeblich belegen können, dass nur eine Nacht vor der Durchsuchung ein Bekannter des Angeklagten im fraglichen Kellerraum übernachtet habe. Der Angeklagte selbst sei zu dieser Zeit bei seiner Lebensgefährten gewesen und soll nichts von dem gefundenen Kokain gewusst haben.

Angeklagter bleibt in U-Haft

Wann die Verhandlung, zu der zahlreiche Zeugen geladen sind, fortgesetzt wird, steht noch nicht fest. Der Angeklagte, der eine Ausbildung zum Lageristen absolviert und Vater von acht Kindern ist, bleibt für diese Zeit weiter in Untersuchungshaft.

Von Steffen Schmidt

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