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Stadt Wolfsburg Die ersten mobilen E-Ladesäulen stehen schon
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Die ersten mobilen E-Ladesäulen stehen schon
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18:00 17.12.2019
Vogtlandweg: Dort steht eine der mobilen E-Ladesäulen, die Volkswagen der Stadt zum Geburtstag geschenkt hat. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Einige Fallerslebener dürften sich gewundert haben: An der Mozartstraße wurde in der vergangenen Woche eine Ladesäule für Elektroautos aufgestellt. Nur wenige Tage später war sie wieder verschwunden. Ein VW-Sprecher bringt Licht in die Sache: „Die Säule stand dort für Erprobungszwecke.“

Zwölf mobile Ladesäulen als Geschenk für die Stadt

Volkswagen hatte der Stadt zum 80. Geburtstag zwölf mobile Ladesäulen geschenkt. Vier davon stehen bereits: In Vorsfelde bei Bauking, auf dem Kurzzeitparkplatz am Servicehaus der Autostadt, an der ­E-Mobility-Station an der Braunschweiger Straße und im Laagberg am Vogtlandweg. Weitere vier bis fünf Säulen sollen nun im Januar aufgestellt werden.

Auch an der E-Mobility-Station steht eine der mobilen E-Ladesäulen. Quelle: Roland Hermstein

Um zu testen, ob an den geplanten Standorten auch genügend Platz für die Ladesäulen ist und die Parkplätze problemlos genutzt werden können, wurden sie probehalber aufgestellt. „Zum Laden waren sie noch nicht freigeschaltet“, klärt der Sprecher auf. Zu erkennen sei das über einen LED-Streifen am Kopf der Säule. Leuchtet dieser grün, kann die Säule genutzt werden. Leuchten die LEDs rot, sind entweder alle Ladestecker belegt oder der die Station außer Betrieb.

Ein zweites Leben für die Akkus aus E-Autos

Der Clou der Stationen ist ihr Stromspeicher. „Sie funktioniert wie eine Powerbank für das Smartphone“, erklärt der VW-Sprecher weiter. Im Inneren der Station werden dieselben Akkumodule eingesetzt, die auch in den ­VW-Fahrzeugen verbaut werden. Acht Jahre Garantie gibt VW für die Batterie im ID.3. Reicht die Kapazität der Akkus für den Einsatz im E-Auto nicht mehr aus, bieten sie noch immer genügend Leistung als Pufferspeicher für die Ladestationen.

Autarke Ladestationen

Der Akku eröffnet zweierlei Möglichkeiten. Die mobilen Ladesäulen können auch dort aufgestellt werden, wo die Infrastruktur für Starkstrom fehlt. Über einen konventionellen Anschluss ziehen die Stromspeicher kontinuierlich Energie, die sie über die Ladestecker aber schnell an bis zu vier Elektrofahrzeuge abgeben zu können. Der Stromspeicher ist aber auch groß genug, um für Veranstaltungen auch ohne Stromanschluss aufgestellt werden zu können. Drei bis vier der mobilen Ladesäulen auf Abruf bereit stehen.

Pufferspeicher für das Stromnetz

Abgesehen vom flexiblen Einsatzzweck und der Wiederverwendung von Autoakkus sollen die Ladestationen künftig auch das Stromnetz entlasten, in dem sie Energie zwischenspeichern. 80 Wochen lang dauert der Testzeitraum, in dem VW und die Stadt Wolfsburg Erfahrungen mit den Ladepunkten sammeln wollen. Der Strom darf kostenlos getankt werden.

Flexible Ladesäulen und Schnellladeparks

Die mobilen Ladesäulen haben eine Stellfläche von 120 mal 100 Zentimetern. Die Kapazität des Akkus kann auf bis zu 360 Kilowattstunden aufgestockt werden. Es gibt vier Anschlüsse an den weiß-blauen Stromspeichern: zwei mit100 KWLeistung zum Schnellladen, zwei weitere Anschlüsse mit 22 KW.

Noch mehr Power haben die fest installierten Säulen in den Schnellladeparks. Die Stationen von Ionity laden mit bis zu350 KW Leistung. In einem Ladepark sollen je sechs Säulen aufgebaut werden.

Ladeparks in Wolfsburg

Zu den zehn Millionen Euro, die VW in den kommenden Jahren in Wolfsburgs Ladestruktur investieren will, gehören auch Schnellladeparks. Einer ist an der E-Mobility-Station an der Braunschweiger Straße bereits in Betrieb. In Fallersleben entstehen am Umspannwerk an der Dresdener Straße sechs Schnellladesäulen. Weitere Ladeparks mit je sechs Säulen sind im Allerpark, in der Grauhorststraße und am Detmeroder Markt geplant. „Aktuell stecken die Projekte in der Planungs- und Umsetzungsphase. Die Errichtung der Ladeparks soll binnen eines Jahres abgeschlossen sein“, informiert Stadtsprecher Jan-Niklas Schildwächter.

Dresdner Straße in Fallersleben: Nahe des Umspannwerks soll ein E-Ladepark entstehen. Quelle: Roland Hermstein

Von Christian Opel

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