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Stadt Wolfsburg Die Daten und der Tod: Städtische Galerie befasst sich mit digitalen Karteileichen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Die Daten und der Tod: Städtische Galerie befasst sich mit digitalen Karteileichen
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15:00 25.06.2019
Visitenkarten mit QR-Code: Der Künstler Nik Nowak setzt sich damit auseinander, was nach dem Tod mit unseren Daten im Internet geschieht. Quelle: David Prior
Nordstadt

2070 könnte Facebook mehr tote als lebende Nutzer haben, hat eine britische Studie gezeigt. Doch was bedeutet es für unsere Identität, dass wir noch nach dem Tod durchs Internet geistern? Mit dem Umgang mit und Löschen von Daten nach dem Tod befasst sich der Künstler Nik Nowak. Sein Langzeitprojekt „Delethe“ ist jetzt in der städtischen Galerie zu sehen.

Ein Rechts auf das Vergessenwerden?

Die begehbare Installation setzt sich nicht nur mit der aktuellen Rechtslage auseinander, sondern auch mit praktischen Machbarkeiten. Denn mit dem Tod eines Menschen ergeben sich persönliche und rechtliche Fragen zum Umgang mit den Daten in der virtuellen Realität. Profile in den sozialen Netzwerken, Avatare, Accounts bestehen weiter. Wem gehören die Daten nach dem Ableben, gibt es einen Rechtsanspruch auf Löschung und was bedeutet der Kontrollverlust über die Daten? Gibt es ein Recht auf das Vergessenwerden?

Das Langzeitprojekt „Delethe“ wurde 2012 als Projekt des Künstlers Nik Nowak, des Rechtsanwalts Philipp Brandt und des Kurators Peter Lang (✝) gegründet. Nik Nowak ist Künstler, Musiker und Kurator. Seine medienübergreifende künstlerische Arbeit befasst sich häufig mit der Wirkung von Sound, sowie mit der Rolle von Soundsystemen als kulturelle Transmitter oder akustische Waffen. Soundobjekte wie „Mobile Booster“, „Panzer“ und die „Echodrohnen“ verschafften ihm weltweite Aufmerksamkeit.

Öffnungszeiten und Veranstaltungen

„Delethe“ gehört in Wolfsburg zur Ausstellungsreihe „Mensch Macht Maschine“, die sich dem Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Maschine widmet.Die Städtische Galerie in der Schloßstraße 8 zeigt Nowaks Arbeit noch bis zum 27. Oktober 2019. Die Öffnungszeiten sind: Dienstag 13 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag 10 bis 17 Uhr, Samstag 13 bis 18 Uhr und Sonntag 11 bis 18 Uhr. Am Freitag, 6. September, findet in der Ausstellung um 18 Uhr ein Künstlergespräch mit Nowak statt, im Anschluss zeigt das Kulturzentrum Hallenbad um 20 Uhr den Film „War of Art“ mit deutschen Untertiteln.

Von Frederike Müller

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