Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Suchtberatung: Immer mehr Menschen brauchen Hilfe
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Suchtberatung: Immer mehr Menschen brauchen Hilfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:36 26.08.2019
Rouven Kleinert (links) stellt den Jahresbericht der Suchtberatungsstelle der Diakonie Wolfsburg vor. Quelle: Diakonie
Wolfsburg

Die Suchtberatungsstelle der Diakonie hat erfreuliche Neuigkeiten: 30 Prozent mehr Menschen mit Suchterkrankung nahmen 2018 im Vergleich zum Vorjahr die Hilfsangebote wahr. Aber die Zahl der Suchterkrankten insgesamt sei nicht gestiegen, so Rouven Kleinert, Leiter der Einrichtung. Außerdem liegt laut des Jahresberichts die Abbruchquote in der Therapie mit sieben Prozent erneut unter dem Bundesdurchschnitt.

Klienten sind psychosozial belasteter als vorher

Jedoch eine Sache wird im Bericht als problematisch angesprochen. Und zwar seien die Klienten, die bei der Suchtberatung Hilfe in Anspruch nehmen, „psychosozial belasteter als in den Vorjahren“. Das bedeute, dass sie körperlich kränker, höher verschuldet und ihre sozialen Konflikte zuhause und am Arbeitsplatz massiver seien. „Insgesamt ist ihre Situation angespannter“, sagt Rouven Kleinert. Das bedeute für die Suchthilfe, dass sie ihre Beratungsarbeit mit Blick auf notwendige Interventionen zur psychischen Stabilisierung der Klienten verdichten müsse.

Durch Kooperation mit Jobcenter bessern sich Vermittlungschancen für Langzeitarbeitslose

Ein weiteres Erfolgsmodell sei die Zusammenarbeit der Suchtberatungsstelle mit dem Wolfsburger Jobcenter, die im Jahr 2005 aufgenommen worden ist. Demnach zeigten die Erfahrungen der vergangenen Jahre, „dass Langzeitarbeitslose, die durch die Vermittlung (des Jobcenters) in unsere Einrichtung eine Beratung oder eine Therapie in Anspruch genommen haben, ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt klar verbessern können“.

„Mehr Menschen nutzen Hilfsangebote“

Rouven Kleinert leitet die Suchtberatungsstelle der Diakonie Wolfsburg. Die WAZ sprach mit ihm über den aktuellen Jahresbericht.

In Ihrem aktuellen Jahresbericht steht, dass 30 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr die Hilfsangebote wahrgenommen haben. Was bedeutet das?

Die Zahl bedeutet nicht, dass die Zahl der Suchtkranken gestiegen ist, sondern dass mehr Menschen unsere Hilfsangebote genutzt haben.

Warum brechen bei Ihnen weniger Menschen die Therapie ab als im Bundesdurchschnitt?

Das sagt uns, dass wir unsere Patienten gut erreichen und sie keinen Grund haben, die Therapie abzubrechen.

Gibt es Konzepte, mehr Suchterkrankte in die Therapie zu bekommen, wenn diese so erfolgreich ist?

Daran arbeiten wir ständig durch ein enges Netz an Kooperationen mit allen Akteuren, der Kommune, den Arbeitgebern, der Klinik und den Selbsthilfegruppen. Wir überprüfen regelmäßig unsere Angebote und zeigen den Menschen mit Suchterkrankungen, was genau in einer Therapie auf sie zukommt und was ihnen das bringt.

Von Yvonne Droste

Bei der Schießerei auf offener Straße in Vorsfelde vor zwei Wochen starb ein 21-Jähriger. Die Soko ermittelt in alle Richtungen. Eine Zeuge meldete einen verlassenden Wagen mitten in der Feldmark in Croya. Der Mercedes könnte mit dem Mord in Zusammenhang stehen.

26.08.2019

Am Wochenende endete das Tanzfestival der Autostadt. Trotz neuer Location und neuem Festivalzeitraums zeigen sich die Macher zufrieden. Die Auslastung in den fünf Wochen lag be 93 Prozent.

26.08.2019

Auf der anderen Seite gibt es ihn schon, jetzt soll auch in Fahrtrichtung Wolfsburg ein neuer Verflechtungsstreifen für mehr Sicherheit auf der A 39 sorgen. Die Arbeiten sollen rund zehn Wochen dauern und beginnen demnächst.

26.08.2019