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Stadt Wolfsburg Stephanus-Gemeinde trauert um Pastor Friedrich Bremer
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Stephanus-Gemeinde trauert um Pastor Friedrich Bremer
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22:00 12.07.2019
Bis zuletzt mit Jeans und Rauschebart: Pastor Friedrich "Fidi" Bremer ist verstorben. Quelle: Reinhard Altenberg
Detmerode

Engagierter Geistlicher, Reformer und Querkopf: Friedrich „Fidi“ Bremer, langjähriger Pastor der Stephanus-Gemeinde in Detmerode, ist verstorben. Seine ehemaligen Wolfsburger Kollegen erinnern sich noch gut an den Pastor, der nie so ganz ins traditionelle Bild passte – und gerade deshalb wertvolle Spuren hinterlassen hat.

Eigene Hochzeitparty mit Catering in der Stephanus-Kirche

Bremer war zwischen 1978 und 2003 als Pastor in Detmerode tätig. In seiner heißgeliebten Alvar-Aalto-Kirche traute er nicht nur ungezählte Paare, sondern heiratete dort auch seine zweite Frau – und veranstaltete auch die anschließende Feier direkt im Mittelschiff, samt Catering und natürlich Musik.

Mit 79 Jahren ist Pastor Friedrich „Fidi“ Bremer verstorben. In den 25 Jahren, die er als in Detmerode gearbeitet hat, hat er einiges erreicht. Diese Bilder geben einen Eindruck von seiner Wirkenszeit als Geistiger, Seelsorger, Musiker und liebenswertem Querkopf.

„Äußerlich war er eine Zumutung für manchen traditionellen Christen“, berichtet Jürgen Prüser, Mitbegründer der Stephanus-Gemeinde, zu berichten. Immer in Jeans, legeren Pullis und mit langem Rauschebart unterwegs, sah man Bremer nicht gleich an, dass er aus einer Pastorenfamilie stammte, die viele Generationen zurückreichte. Auch sonst war der 1940 geborene Bremer jederzeit bereit, Traditionen zu hinterfragen. In Wolfsburg organisierte er die „Detmeroder Messe“, einen modernen Abendmahlgottesdienst mit jeder Menge selbst geschriebener Musik. „Darauf war er zu Recht sehr stolz“, weiß Prüser. Sogar eine eigene Gemeindeband, „Stephan Muck“, gründete Bremer in seiner 25-jährigen Detmeroder Amtszeit.

„Eines der konstruktivsten Mitglieder im Kirchenvorstand“

Auch Reinhard Altenberg, der Bremer lange kannte, bevor er ihm als Kirchenvorstandsvorsitzender ins Amt folgte erinnert sich: „Er hat das Gottesdienstleben damit sehr belebt.“ Und nicht nur das: „Bremer war mit seiner Klarheit und seinen gezielten Fragen eines der konstruktivsten Mitglieder im Kirchenvorstand, das habe ich immer sehr an ihm geschätzt“, lobt der Detmeroder.

„Er hat eine ganz bestimmte Klientel angezogen“

Besonders gut kam der jugendlich gekleidete und lässige Pastor auch beim Nachwuchs der Gemeinde an. „Er hat eine ganz bestimmte Klientel angezogen und war damit ein guter Kontrast zu seinen Kollegen, die sich eher an die Gymnasiasten gewandt haben“, meint Elisabeth Stöckel aus dem Kirchenvorstand. „Bremer hat sich um die Jugendlichen gekümmert, von denen er meinte, sie seien abgehängt. Und er hat immer den richtigen Ton getroffen, um sie anzusprechen.“

Bremer, der inzwischen mit seiner Frau Susanne Wendorf-von-Blumröder in Bremerhaven lebte, kam am 9. Juli bei einem Segelunfall ums Leben. Er wurde 79 Jahre alt.

Von Frederike Müller

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