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Stadt Wolfsburg Deshalb werden gerade die Platten am Rathaus überprüft
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Deshalb werden gerade die Platten am Rathaus überprüft
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19:00 09.12.2019
Klangprobe auf dem Hubsteiger: Ein externer Sachverständiger überprüft mit einem Hammer den Zustand der Rathaus-Fassadenplatten. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Kontroll-Arbeiten am Wolfsburger Rathaus: Ein externer Sachverständiger klopft seit Montag alle 5000 Platten der Fassade mit einem Hammer ab. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine Routine-Überprüfung. Hintergrund ist, dass die Travertin-Platten schadhaft sind und womöglich komplett ausgetauscht werden müssen. Die Arbeiten, die mit einem Hubsteiger durchgeführt werden, sollen noch bis Dienstag andauern.

Jeder Stein hat eine eigene Klangfarbe

„Das Problem ist, dass Material aus nicht verwitterungsbeständiger Lage eingebaut wurde“, sagt Klaus Hinz, der als externer Sachverständiger von der Stadt mit der Überprüfung beauftragt wurde. Beim Abklopfen könne der Zustand des Steins ermittelt werden. „Jeder Stein hat seine eigene Klangfarbe“, so der Schweizer. Travertin klinge normalerweise hell, am Rathaus hätten zahlreiche Platten jedoch einen dumpfen Klang. Ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmen könnte.

Berücksichtigt werden müsse beim Abklopfen allerdings auch die Art der Verankerung der Platten. Am Rathaus seien teilweise Aluminium-Träger verbaut. „Dadurch klingt eine Platte manchmal schon etwas anders“, erläutert Hinz, der Sachverständiger für Naturstein und Klinkerfassaden ist.

Fassade erst 2012 saniert

Das Wolfsburger Rathaus ist erst 2012 für rund fünf Millionen Euro komplett saniert worden, das Gebäude bekam in diesem Zuge auch die neue Fassade für zwei Millionen Euro. In den folgenden Jahren lockerten sich nach und nach Fassadenplattenund diese mussten aus Sicherheitsgründen abgenommen werden. Seitdem befindet sich die Sache vor Gericht – es geht um Schadenersatzansprüche. Die damals beauftragte Firma soll Platten minderer Qualität verbaut haben.

Hinweise auf die Mängel ergaben sich durch das von der Stadt veranlasste Aufschneiden von Reserveblöcken des Travertins für die Sanierung der Fassade des Ratssitzungssaals. Dabei kam eine unerwartet hohe Menge an „nicht geeignetem Material“ zum Vorschein. Die Reserveblöcke stammten aus demselben Steinbruch wie die verbauten Fassadenplatten, um eine einheitlich Optik zu gewährleisten.

Material für Fassaden geeignet

Die Fassadenplatten sind aus italienischem Travertin, einem Kalkstein, der auch an anderen Gebäuden in Wolfsburg wie dem Aalto-Kulturhaus oder dem Congress-Park verwendet wurde. Das Material ist nach Angaben der Stadt Wolfsburg als Fassadenbekleidung grundsätzlich geeignet.

Von der Redaktion

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