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Stadt Wolfsburg Deshalb lädt das Abrahamforum zur Mahnwache ein
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Deshalb lädt das Abrahamforum zur Mahnwache ein
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19:00 14.10.2019
Trauer und Gedenken in Halle: Auch in Wolfsburg wollen sich mitfühlende Menschen treffen, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/
Wolfsburg

Zu einer Mahnwache gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus lädt das Wolfsburger Abrahamforum am Donnerstag, 17. Oktober, ein. Vor dem Rathaus A sollen um 12 Uhr Wolfsburger Bürger und Besucher zusammenkommen, um der Opfer des antisemitischen Anschlags in Halle zu gedenken.

„Entsetzt über den antisemitischen Mordanschlag in Halle“

„Als Mitglieder des Abrahamforums Wolfsburg sind wir entsetzt über den antisemitischen Mordanschlag in Halle“, sagt Christian Berndt, Superintendent des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. „Wir sind solidarisch mit den jüdischen Gemeinden und allen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in unserem Land und möchten dies mit einer Mahnwache deutlich machen.“ Die Initiatoren freuen sich über weitere solidarische Teilnehmende.

Rabbiner Yakov Yosef Harety von der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde Wolfsburg, Vertretende der muslimischen Gemeinden und Superintendent Christian Berndt vom Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis werden die Mahnwache leiten. Die Wolfsburger Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration, Iris Bothe, hat ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Abrahamforum vereint jüdische, muslimische und christliche Gemeinden

Das Abrahamforum selbst ist ein Zusammenschluss der muslimischen, christlichen und jüdischen Gemeinden in Wolfsburg. Als interreligiöse Gemeinschaft engagiert es sich für das friedliche Zusammenleben der Religionen in Wolfsburg. Es gründete sich Ende 2014 mit der „Wolfsburger Erklärung“, in der Terror, Hass und Gewalt verurteilt werden. Das Abrahamforum setzt sich aktiv für ein friedliches Miteinander aller Menschen, Religionen und Weltanschauungen in Wolfsburg ein, zum Beispiel mit dem jährlichen Abrahamfest.

Der Anschlag in Halle vorige Woche, bei der ein Rechtsextremer es auf eine Synagoge abgesehen hatte und letztlich zwei Menschen tötete, hatte auch in Wolfsburg viele betroffene Reaktionen ausgelöst. Außerdem stehen seither die beiden jüdischen Gemeinden unter Polizeischutz.

Von der Redaktion

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