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Stadt Wolfsburg Deshalb hat die Autostadtbrücke tiefe Risse
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Deshalb hat die Autostadtbrücke tiefe Risse
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20:00 30.07.2019
Diese Risse sind tief: Die Hitze der vergangenen Tage hat die Oberfläche des Bauwerks beschädigt, Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Die Hitze hat nicht nur an Natur, Mensch und Tier ihre Spuren hinterlassen, sondern auch an den Wolfsburger Bauwerken. Gut zu erkennen ist das derzeit auf der Fußgängerbrücke zur Autostadt. Dort klaffen lange und breite Risse auf der Oberfläche. Gefahr für das Bauwerk besteht allerdings keine, beteuert die Autostadt.

Stadtbrücke: Betroffen ist nur die oberste Schicht

Denn die Risse, die auf den ersten Blick beim Überqueren schon ein mulmiges Gefühl auslösen können, sind nur oberflächlich, der Untergrund und damit die Stabilität der Brücke sei in keinster Weise gefährdet, versichert die Autostadt. „Betroffen ist nur die oberste Schicht. Das ist allerdings unschön anzusehen“, sagt Tobias Riepe, Leiter der Unternehmenskommunikation in der Autostadt, auf WAZ-Nachfrage.

Die Brücke werde regelmäßig, alle paar Jahre, von Experten auf ihren Zustand und ihre Traglast hin überprüft. Bei der letzten Prüfung gab es nichts zu beanstanden, sonst hätte man selbstverständlich reagiert.

Brücke besteht aus Metall – und dehnt sich bei Hitze aus

Die Risse auf der Oberfläche sind dabei der Konstruktion der Brücke geschuldet. Denn bei dieser handelt es sich um eine Metallkonstruktion. Diese reagiert auf die Temperatur. Bei Hitze – das lehrt die Physik – dehnt sich der Metallkörper aus, bei Kälte zieht er sich zusammen. Wärmeausdehnung und Wärmeschrumpfung werden dabei beim Bau von Brücken selbstverständlich mitberechnet.

So wirkt sich Hitze auf Straßen aus

In besonders heißen Sommern leidet der Fahrbahnbelag von Autobahnen und anderen Straßen unter den hohen Temperaturen. Dadurch entstehen je nach Situation verschiedene Schäden an der Fahrbahnoberfläche. Möglich sind teilweise auch die gefürchteten „Blow-Ups“, bei denen plötzlich Risse, Löcher und Kanten im Straßenbelag entstehen.

Prinzipiell sind die im Straßenbau verwendeten Materialien natürlich für die Verwendung bei hohen Temperaturen geeignet. Zumindest bei den Temperaturen, die im Einsatzbereich üblicherweise zu erwarten sind. Aufgrund von Materialermüdung und besonders lang anhaltenden und extremen Hitzeperioden entstehen dennoch immer wieder Probleme. In heißen Sommern häufen sich entsprechende Schäden.

Ob und welche Schäden auftreten, ist immer von dem verwendeten Fahrbahnbelag und den genauen Belastungen auf dem jeweiligen Straßenabschnitt abhängig. In Deutschland bestehen die meisten Straßen aus Asphalt, auf manchen Strecken, hauptsächlich Autobahnen, kommt jedoch auch Beton zum Einsatz.

Wird der Asphalt durch die Sonne und die mechanischen Belastungen durch den Verkehr sowie durch die von den Fahrzeugen abgegebene Hitze auf 60 Grad bis 70 Grad oder sogar noch höhere Temperaturen erwärmt, wird das Bitumen und damit der Asphalt weich und verformbar. In der Folge entstehen beispielsweise schnell tiefe Spurrillen, Löcher im Asphalt und, an Stellen, an denen viel gebremst wird, waschbrettartige Buckelpisten.

Somit ist es auch nur logisch, dass die Oberfläche der Autostadtbrücke nicht zum ersten Mal Risse aufweist. „Das ist für uns kein neues Thema“, sagt Riepe. Der Sanierung der Oberfläche wolle man sich frühestens nach dem Sommer widmen. „Im Momente haben wir einfach zu viele Gäste in der Autostadt“ erklärt er. Ein genauer Termin stehe allerdings noch nicht fest.

Lösung soll temperaturresistent sein

Zudem mache man sich auch noch über das „Wie“ Gedanken. „Wir sind dabei eine bessere Lösung zu finden, die dann auch temperaturresistent ist“, so Riepe. Damit die Risse auf der Autostadtbrücke nicht in jedem Sommer zum Thema werden.

Von Steffen Schmidt

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