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Stadt Wolfsburg „Der kleine Lord“ fasziniert Publikum im Scharoun-Theater
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Der kleine Lord“ fasziniert Publikum im Scharoun-Theater
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16:16 29.12.2019
Scharoun-Theater: Spielszene aus dem Musical „Der kleine Lord“. Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Die Verfilmung mit Alec Guinnes hat Kultstatus erlangt. Aber, dass „Der kleine Lord“ auch in einer Bühnenfassung als Musical einen einnehmenden Charakter ausstrahlt, dem sich niemand entziehen kann, das erlebte am Samstag das fasziniert mitgehende Publikum im ausverkauften Wolfsburger Scharoun-Theater. Bis ins kleinste Detail gelingt Stefan Zimmermann eine Inszenierung des Musicals von Günter Edin (Musik) und Gabriele Misch (Libretto), die in sich stimmig ist.

Eine perfekte Glanzleistung

Das beginnt beim geschickt gestalteten Bühnenbild, das zunächst die Atmosphäre auf einem kleinen New Yorker Straßenmarkt ausstrahlt und nach wenigen Handgriffen sich zu einem englischen Schlosssaal verwandeln lässt. Die den Rollen entsprechende Gestaltung der Kostüme erzeugen einen anheimelnden Charakter, der durch die Spielfreude des achtköpfigen Ensembles vom „a.gon Theater München“ eindrucksvoll unterstrichen wird. Teils Doppelrollen spielend, gelingt schauspielerisch und gesanglich eine perfekte Glanzleistung.

„Der kleine Lord“ im Scharoun-Theater Wolfsburg. Quelle: Britta Schulze

Unnachahmlich ist die ansteckende Lebendigkeit, mit der Isabell Kott dem Cedric, dem kleinen Lord Fauntleroy, Charakter verleiht. Das gelingt so überzeugend, dass selbst im richtigen Leben ein griesgrämig verschlossener Großvater, wie der von Pavel Fieber verkörperte Graf Dorincourt, sich erweichen ließe. Ob Tanja Maria Froidl als Cedrics Mutter oder Renate Koehler als Großtante Henriette, auch alle Bediensteten spielen in natürlicher Rollendarstellung auf hohem Niveau.

Auf nichtssagenden Pomp verzichtet

Entfernt von jeglicher kitschigen Rührseligkeit gelingen erfrischendes Spiel neben emotional berührender Nachdenklichkeit, sowie das Auskosten von Situationskomik neben tief einfühlsamen Gedanken. Das Musical beschränkt sich auf die wesentlichen Aussagen des Originalbuches und verzichtet auf nichtssagenden Pomp. Dadurch klingt es wie eine parabelhafte Auslegung der biblischen Weihnachtsgeschichte. Das gilt auch für die 15 Songs, die eine vierköpfige Band an der rechten Bühnenseite begleitet. Sie sind eingängig und doch schlicht komponiert. Langer Schlussapplaus und Zugaben.

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