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Stadt Wolfsburg Schwarzstorch soll sich im Hattorfer Holz heimisch fühlen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schwarzstorch soll sich im Hattorfer Holz heimisch fühlen
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06:02 25.10.2018
Der Stemmelbach im Hattorfer Holz: Schon jetzt ein ökologisches Kleinod. Hier soll sich mit Hilfe eines neu geschaffenen Tümpels und Nisthilfen der Schwarzstorch ansiedeln. Quelle: Roland Hermstein (1) / Archiv (1)
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Rabenberg

Der Schwarzstorch ist der kleinere und scheuere Vetter des Weißstorchs. Er ist ein Waldbewohner und nistet in großen Bäumen – und am liebsten nahe eines Stillgewässer, also eines Teiches. Um dem Vogel ein attraktives Zuhause anbieten zu können, wird die Stadt ein Areal im Hattorfer Holz ökologisch aufwerten.

Ein echtes Waldbewohner, der auch gern Wasser mag: Der Schwarzstorch soll auch auf Wolfsburger Gebiet heimisch werden. Quelle: Hans-Werner Schrader

Michael Kühn, Vorsitzender des Naturschutzbundes und Naturschutzbeauftragter der Stadt, ist sehr angetan von den Plänen: „Der Schwarzstorch ist etwas Besonderes. Wenn er sich bei uns ansiedelt, ist das aus ökologischer Sicht eine tolle Sache. Dafür braucht man sehr viel Geduld, aber es kann funktionieren!“ Noch kommt er im Hattorfer Holz nicht vor. Zu Beginn der Vierzigerjahre stand der Schwarzstorch in Niedersachsen kurz vor dem Aussterben. Der Bestand hat sich jedoch vor allem seit Beginn der 1980er Jahre wieder erholt und setzt sich heute aus rund 60 Brutpaaren zusammen.

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Neues Biotop auch Lebensraum für andere Tiere

Und sollte der Schwarzstorch das Hattorfer Holz trotz aller Bemühungen doch nicht als Zuhause annehmen, müsse man nicht traurig sein, so Kühn. „Das neu entstandene Biotop wird auch für Amphibien, Libellen und Vögel sehr einladend sein.“

Ausgleichsmaßnahme für Uhlenhorst

Die Umgestaltung der Fläche im Wald zu einem neuem Storchen-Zuhause ist übrigens Teil einer Ausgleichsmaßnahme für das Mini-Baugebiet Uhlenhorst, das vor zehn Jahren entstand. Es ist gesetzlich festgelegt, für bebaute und versiegelte Flächen einen Ausgleich im Sinne des Naturschutzes zu schaffen. Damals beschloss der Rat eine Revitalisierungsmaßnahme des Stemmelbachs. Später stellten die Experten aber fest, dass diese Pläne zu einem erheblichen Eingriff in den vorhandenen Baumbestand geführt hätten. Stattdessen haben Stadtforst und Untere Naturschutzbehörde den Stemmelbach entschlammt und die ökologische Durchlässigkeit des Stemmebachs erhöht.

Von Claudia Jeske