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Stadt Wolfsburg David Fink rettet Seniorin aus brennender Wohnung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg David Fink rettet Seniorin aus brennender Wohnung
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07:00 21.11.2019
Sachsenring: Hinter dieser Tür brannte es – David Fink holte die 85-jährige Bewohnerin ins Freie. Quelle: Roland Hermstein
Laagberg

Zum Glück hat er nicht gechattet und hatte keine von der Außenwelt abschirmenden Kopfhörer auf: David Fink (28) wohnt am Sachsenring und hörte am vergangenen Samstag gegen 0.30 Uhr einen Feuermelder im Haus – und konnte so eine 85-jährige Frau noch rechtzeitig aus ihrer brennenden Wohnung holen. Und ihr so möglicherweise das Leben retten.

Im Sachsenring brannte am Wochenende eine Wohnung. Eine 85-Jährige wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Doch der Reihe nach: Wegen Renovierungsarbeiten in anderen Gebäuden hat die Neuland im Sachsenring provisorische Wohnungen im Angebot, in denen Mieter vorübergehend leben. Auch die 85-Jährige, die zwei Stockwerke unter David Fink und seiner Mutter Petra Fink wohnt, ist nur vorübergehend hier und soll schon bald in eine neue Wohnung ziehen.

Feuermelder gehört

Am vergangenen Samstag, gegen 0.30 Uhr, guckte David Fink in seinem Zimmer einen Film. „Plötzlich hörte ich einen Feuermelder“, berichtet er. Ein Geräusch, das er gut kennt: „Bei einer Nachbarin ging der Feuermelder in jüngster Zeit zweimal los, weil sie so heftig kocht“, sagt er schmunzelnd. Also sei er zu ihr gegangen: „Doch aus der Wohnung kam das Geräusch nicht.“ Er ging dem Geräusch nach und landete vor der Tür der 85-Jährigen: „Ich habe geklingelt und sie hat sofort aufgemacht“, sagt der 28-Jährige: „Die Wohnung war voller weißem Rauch. Ein Wohnzimmerschrank brannte. Mit einer Schüssel voller Wasser wollte die Frau das Feuer löschen.“

Anfangs, so Fink, habe er ihr beim Löschversuch geholfen: „Doch es hat nichts gebracht. Also habe ich die Frau sofort aus der Wohnung gebracht.“ Gleichzeitig forderte er seine Mutter auf, bei allen Nachbarn zu klingeln und die Feuerwehr zu alarmieren. Die war schnell vor Ort und löschte den Brand. Und brachte die Seniorin mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Nicht gedacht, einfach gemacht

Und David Fink? „Ich stand in Socken draußen vor der Tür“, sagt er schmunzelnd. „Ich habe über all das gar nicht nachgedacht – einfach gemacht.“ Das Nachdenken kam später: „Heute frage ich mich, was ich gemacht hätte, wenn die Frau nicht sofort ihre Wohnungstür geöffnet hätte...“ Denn einige Tage nach dem Brand habe er sie schon wieder im Haus gesehen: „Wichtig ist, dass es ihr gut geht.“ Und ihm auch.

Von Carsten Bischof

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