Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg Zwei weitere Corona-Tote im Hanns-Lilje-Heim
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Zwei weitere Corona-Tote im Hanns-Lilje-Heim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:23 14.04.2020
Hanns-Lilje-Heim: Zwei weitere Bewohner sind nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.
Hanns-Lilje-Heim: Zwei weitere Bewohner sind nach einer Coronavirus-Infektion gestorben. Quelle: Peter Steffen/dpa
Anzeige
Wolfsburg

Zwei weitere Bewohner des Hanns-Lilje-Heims sind nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Es handelte sich um eine 79 Jahre alte Frau und einen 81 Jahre alten Mann, wie die Stadt Wolfsburg am Dienstag mitteilte. Damit gibt es in Wolfsburg bislang 41 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus, bis auf zwei Ausnahmen allesamt Bewohner des Pflegeheims der Diakonie für Demenzkranke.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Wolfsburg stieg bis Dienstagnachmittag um eine auf 249. Im Klinikum Wolfsburg werden derzeit sieben Corona-Patienten behandelt, jedoch niemand mehr auf der Intensivstation.

Diakonie erwartet Rückkehr von Mitarbeitern aus Quarantäne

Die Diakonie berichtet von einer weiter angespannten Personalsituation im Hanns-Lilje-Heim. „Wir hoffen auf Entlastung, sobald Mitarbeitende aus der Quarantäne zurückkehren“, sagte Diakonie-Sprecherin Bettina Enßlen am Dienstag. Eine neu eingestellte Mitarbeiterin soll am Mittwoch ihren Dienst im Hanns-Lilje-Heim antreten. „Wir freuen uns, dass es Menschen wie diese Ergotherapeutin gibt, die auch in dieser besonderen Situation angesichts der besonderen Arbeitsbedingungen bereit sind, sich für Menschen mit Hilfebedarf zu engagieren“, so Enßlen.

Lesen Sie auch: Pflegeheim kämpft gegen dramatischen Coronavirus-Ausbruch

Zur Zahl der aktuell mit dem Coronavirus infizierten Bewohner in dem Pflegeheim machte die Diakonie keine Angaben. Ende März war rund die Hälfte der 165 demenzkranken Bewohner positiv getestet worden. „Kommt es in einer unserer anderen Altenhilfe-Einrichtungen zu Verdachtsfällen bei Mitarbeitenden und Bewohnenden, werden umgehend umfangreiche Schutzmaßnahmen eingeleitet“, betonte die Sprecherin. Dazu gehört das Tragen entsprechender Schutzkleidung ebenso wie die vorsorgliche Trennung der positiv und negativ getesteten Bewohner.

Bewohner nutzen Tablets für Videotelefonate

Das neue Angebot zu privaten Videotelefonaten von Bewohnern mit Angehörigen über die eigens dafür von der Diakonie zur Verfügung gestellten Tablets werde sehr gut angenommen. Im Hanns-Lilje-Heim hätten auf diesem Weg sehr viele Gespräche über die Ostertage stattgefunden, berichtete Heimleiter Torsten Juch. Eine Bewohnerin habe sich ganz besonders über das Gespräch mit ihrer Freundin und früheren Nachbarin gefreut, die sie sehr zu ihrem Erstaunen auf dem Bildschirm hatte sehen und erkennen können. „Ja, was haben Sie denn für ein Telefon?“, habe ihn die Bewohnerin dann gefragt, so Juch.

Die Stadt Wolfsburg zeigte sich am Dienstag zufrieden mit den Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln über Ostern. „Das Ergebnis der Einsätze von Polizei und städtischem Ordnungsdienst belegen, dass die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger an den Osterfeiertagen verantwortungsvoll und besonnen mit dem Kontaktverbot und den Abstandsregelungen umgegangen sind. Diese Disziplin wird sich auszahlen“, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Der städtische Ordnungsdienst war über Ostern mit zehn Mitarbeitern im Einsatz, um unter anderem das Betretungsverbot für den Allerpark, den Schillerteich und den Bereich des Kaufhof zu kontrollieren.

Mehr zum Thema Coronavirus

Coronavirus: Neuigkeiten und aktuelle Entwicklungen aus Wolfsburg und Umgebung erfahren Sie hier.

Von Florian Heintz