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Stadt Wolfsburg Wolfsburg zählt jetzt 45 Corona-Tote
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wolfsburg zählt jetzt 45 Corona-Tote
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18:45 17.04.2020
Hanns-Lilje-Heim: Ein weiterer Bewohner ist nach einer Infektion mit Corona gestorben. Damit gibt es nun 45 Corona-Tote in Wolfsburg.
Hanns-Lilje-Heim: Ein weiterer Bewohner ist nach einer Infektion mit Corona gestorben. Damit gibt es nun 45 Corona-Tote in Wolfsburg. Quelle: Ole Spata/dpa
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Wolfsburg

In Wolfsburg gibt es einen weiteren Corona-Todesfall. Wieder ist ein Bewohner des Hanns-Lilje-Wohnheimes gestorben, laut der Stadt Wolfsburg handelte es sich um einen 89 Jahre alten Mann. Die Diakonie kämpft mit einem weiteren Corona-Ausbruch in Seniorenheim im Südharz. Pflegekräfte sollen inzwischen Probleme beim Einkaufen haben.

Mit dem jüngsten Todesfall im Hanns-Lilje-Heim beläuft sich die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle in Wolfsburg nun auf 45. Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in Wolfsburg ist laut Gesundheitsamt um sechs auf insgesamt 259 gestiegen. Zwölf infizierte Personen werden aktuell im Klinikum Wolfsburg behandelt, eine davon auf der Intensivstation.

Mitarbeiter in Pflegeheim tragen Vollschutz

Mitarbeiter im Bertha-von-Suttner-Pflegeheim in Ehmen sollen nach WAZ-Informationen derzeit unter Vollschutz arbeiten, also mit Handschuhen, Mundschutz und Schutzkittel. Ob es dort bestätigte Coronafälle beim Personal gegeben hat, wollte die Diakonie nicht kommentieren. „Dort, wo es zu Verdachtsfällen kommt – und das gibt es in diesen Wochen vor allem deshalb, weil unsere Pflegekräfte sensibilisiert sind, auf Symptome zu achten – greifen prophylaktisch erhöhte Schutzmaßnahmen“, sagte Diakonie-Sprecherin Bettina Enßlen.

Bertha-von-Suttner-Seniorenheim: Dort soll derzeit Pflegepersonal mit Vollschutz arbeiten. Quelle: Roland Hermstein

Unterdessen kämpft die Diakonie mit einem weiteren Corona-Ausbruch in einem Altenpflegeheim in Bad Sachsa am Südharz. Nach einem ersten Verdachtsfall im „Haus Feierabend“ vor knapp zwei Wochen seien inzwischen alle 72 Bewohner und 58 Beschäftigten auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Diakonie mit. Alle 19 bislang vorliegenden Testergebnisse von Bewohnern seien positiv. Zwei Personen befänden sich im Krankenhaus. Bei den Beschäftigten gebe es bislang sieben positive Ergebnisse.

Im stark durch das Virus betroffenen Hanns-Lilje-Heim in Wolfsburg werden derzeit laut Diakonie alle Bewohner und Mitarbeiter erneut auf das Virus getestet, auch die, die im Verlauf des Ausbruchs bereits positiv getestet waren.

Derzeit prüft die Diakonie die Einrichtung „besonderer Örtlichkeiten“ für den Publikumsverkehr in ihren Einrichtungen. Dort sollen Spuckschutz-Wände aus Plexiglas aufgebaut werden. An der Rezeption des Betreuten Wohnens im Seniorenzentrum St. Elisabeth sei eine solche Schutzwand bereits aufgebaut worden. Bodenmarkierungen und Absperrband sollen an die Abstandsregeln erinnern.

Supermärkte sollen Pflegekräfte abgewiesen haben

Als wären die hohen Belastungen in der Pflege derzeit nicht genug, wird Mitarbeitern des ambulanten Pflegedienstes laut der Diakonie jetzt vermehrt der Zutritt zu Supermärkten, Bäckereien und Tankstellen verwehrt. „Sie fragen sich besorgt, wie sie für Klienten weiter Einkäufe erledigen können“, sagt Enßlen und appelliert an Geschäftsleute, Pflegekräfte in Dienstkleidung nicht abzuweisen. „Unsere Mitarbeitenden sind besonders geschult in Fragen der Hygiene und im Umgang mit Viren und deshalb auch ganz besonders sensibilisiert für die Einhaltung der aktuellen Empfehlungen im Umgang mit dem Corona-Virus“, so Enßlen weiter.

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Von der Redaktion