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Stadt Wolfsburg Bestürzung über zwölf Corona-Tote in Wolfsburger Pflegeheim
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bestürzung über zwölf Corona-Tote in Wolfsburger Pflegeheim
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12:38 29.03.2020
Hanns-Lilje-Heim der Diakonie Wolfsburg: Zwölf Bewohner sind nach einer Corona-Infektion gestorben. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Die zwölf Corona-Toten im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim haben im ganzen Land für Bestürzung gesorgt. „Wir alle blicken mit Anteilnahme und großer Sorge nach Wolfsburg“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Hannover zu den Todesfällen in dem Pflegeheim der Diakonie. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sagte: „Ich bin erschüttert und tieftraurig. Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen der Verstorbenen.“

Weil nannte die Entwicklung in Wolfsburg dramatisch

Weil ermahnte erneut alle Bürger zu Vorsicht. „Das Geschehen in Wolfsburg führt uns die Unerbittlichkeit dieses Virus vor Augen“, sagte er. Er bitte alle Bürgerinnen und Bürger, direkte Kontakte zu vermeiden und Telefon, Mail oder Post zu nutzen. Der SPD-Politiker nannte die Entwicklung in Wolfsburg dramatisch. „Mein besonderer Dank gilt all denen, die in dem Heim versuchen, trotz eigener Gefährdung weitere Ansteckungen und weitere Todesopfer zu verhindern“, sagte Weil.

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Bischof Meister sagte: „Ich bin erschüttert und tieftraurig. Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen der Verstorbenen.“ Er appellierte an die Bevölkerung, die geltenden Regelungen zur Eindämmung des Erregers einzuhalten: „Die Dramatik, mit der Covid-19 ältere Menschen gefährdet, fordert von uns in unserem eigenen Verhalten konsequente Verantwortung.“

Sozialministerin: Tragödie zeigt zerstörerische Kraft des Virus

Auch Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) äußerte sich bestürzt über die hohe Zahl der Todesfälle in dem Wolfsburger Pflegeheim infolge der Corona-Pandemie. Das seien „schreckliche Nachrichten“, sagte Reimann. Diese Tragödie zeige die zerstörerische Kraft, die das Virus entfalten könne. Sie führe deutlich vor Augen, dass insbesondere Seniorinnen und Senioren geschützt werden müssten: „Auch vor dem Hintergrund der furchtbaren Ereignisse in Wolfsburg warne ich davor, vorschnell Debatten über eine Aufhebung der Kontaktverbote zu führen und falsche Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Krise zu wecken“, fügte die Ministerin hinzu.

Kirche sichert Unterstützung durch Seelsorger zu

Wolfsburgs evangelischer Superintendent Christian Berndt sicherte allen Pflegekräften, Bewohnern und Angehörige die Unterstützung durch Seelsorgerinnen des Kirchenkreises zu. Die Pflegerinnen und Pfleger arbeiteten „oft weit über ihre eigenen Belastungsgrenzen hinaus“.

Der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachen, Hans-Joachim Lenke, betonte: „Wir sind froh, dass vor Ort alle eng und gut zusammen arbeiten und versuchen, weitere Infektionen zu verhindern und die Erkrankten sehr gut zu versorgen.“ Es zeige sich einmal mehr, dass betagte Menschen in besonderer Weise vor „diesem heimtückischen Virus“ geschützt werden müssten.

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Von dpa/epd/der WAZ-Redaktion

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